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Thomas Dreischhoff kennt Moskau bereits aus den 90er Jahren. Damals besuchte er auch die Dörfer in der Umgebung der russischen Hauptstadt (Foto: Jahn/.rufo).
Thomas Dreischhoff kennt Moskau bereits aus den 90er Jahren. Damals besuchte er auch die Dörfer in der Umgebung der russischen Hauptstadt (Foto: Jahn/.rufo).

Dreischhoff, Thomas. Head of Department Int. Carrier Sales & Solutions, T-Systems CIS

  • Ich bin in Moskau, weil ich meiner Firma mit meiner Erfahrung, mit meinen Kenntnissen hier helfen kann. Ich spreche Russisch, ich war schon einmal fünf Jahre lang in Moskau und habe hier gearbeitet. Jetzt bin ich seit einem Jahr wieder hier.


  • Ich schätze an Moskau, dass eine gewisse Aufbruchstimmung herrscht. Es gibt hier viel positive Energie und die Stadt lebt.

  • Ich kann nicht leiden an Moskau, was die Größe so mit sich bringt: Die Verkehrsprobleme, die hohe Umweltverschmutzung, auch das geringe Bewusstsein der Russen für Umweltprobleme. Was mir ebenfalls nicht gefällt, ist die Grobheit vieler Leute. Es fehlen ein bisschen die Umgangsformen.

    Das habe ich gerade jetzt beim Wechsel aus Frankreich extrem gemerkt. Wenn man dort einmal in der U-Bahn angerempelt wird, dann entschuldigt sich der Rempler direkt. Hier würde das kaum einem einfallen.

  • Meine Lieblingsrussen sind meine guten Freunde. Mein Bekanntenkreis hier in Russland, einige Menschen, mit denen ich viel zu tun habe.


  • Lebenslauf und Laufbahn:


  • Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zum Speditionskaufmann gemacht. Danach studierte ich Betriebswirtschaft in Bremen und Leeds.

    Eigentlich hatte ich meinen Schwerpunkt auf dem Rechnungswesen. Aber bereits während des Studiums habe ich festgestellt, dass mir das doch nicht so liegt. Entsprechend habe ich mich dann später beruflich umorientiert.

    Nach dem Studium bin ich nach England gegangen habe dort für British Telecom gearbeitet. Anschließend wechselte ich zur Deutschen Telekom und habe dort meine Beamtenanwärterzeit absolviert. Danach kam wieder der Wechsel ins Ausland, zunächst für fünf Jahre nach Moskau, danach für ein Jahr in die USA, dann für vier Jahre nach Frankreich und jetzt bin ich wieder seit einem Jahr hier.

    In Moskau war ich von 1995 bis 2000. Da waren die wirklich spannenden Veränderungen bereits vorüber – ich meine das Ende des Kommunismus. Das muss eine interessante Zeit gewesen sein.

    Als ich hier war, herrschte in der Stadt eine riesige Aufbruchstimmung. Langsam entwickelte sich ein Mittelstand und dann kam der große Crash. Die Bankenkrise war da und plötzlich ging es allen wieder schlecht. Diese Zeit habe ich miterlebt.

    Jetzt entwickelt sich zumindest hier in Moskau wieder ein stabiler Mittelstand. Wie es außerhalb der Großstädte aussieht, das ist eine andere Frage.

    Früher bin ich oft auf den Dörfern rund um Moskau gewesen. Das war eine ganz andere Welt. In manchen Orten wird bis heute das Wasser aus den Brunnen nach oben geschafft. Da sitzen noch die alten Apparatschiks in der Stadtverwaltung und nichts hat sich geändert. Die Leute können eigentlich noch gar nicht gemerkt haben, dass eine neue Zeit angebrochen ist.

  • Firmenprofil

  • Wir arbeiten nach dem Prinzip „follow the customer“ – wir schauen also, dass wir unsere Großkunden dort betreuen, wo diese sind.

    In Russland bietet T-Systems vor allem die gesamte Palette der IT-Services an .

    Dann gibt es noch die Telekommunikationssparte und drittens meinen speziellen Bereich, den Bereich Carrier Services. Im Bereich Carrier Services bieten wir anderen Telekommunikations-Anbieter unser internationales Netz zur Nutzung an.

  • Pläne für die Zukunft


  • Hier in Moskau wollen wir noch drei, vier Jahre sein. Dann möchte ich gern mit dem Nomadenleben aufhören und nach Deutschland zurück, ein Häuschen kaufen und irgendwo sesshaft werden.

  • Familie in Moskau


  • Meine Frau ist Ukrainerin. Sie bringt eine Tochter mit aus erster Ehe. Im Dezember wurde außerdem unser Sohn hier in Moskau geboren.

    Die Familie ist hier in Moskau, mit allen Schwierigkeiten, die das so mit sich bringt: Als ukrainische Staatsbürger können meine Frau und die Tochter keine Visa bekommen. Deshalb müssen sie alle drei Monate ausreisen.

  • Russisches Lieblingsgericht


  • Blintschiki mag ich sehr gern – wenn auch etwas abgewandelt mit gutem deutschem Eierlikör. Den muss man im Duty free-Shop am Flughafen kaufen oder selbst importieren.

  • Russisches Lieblingsgetränk


  • Mein Lieblingsgetränk ist eindeutig Bier. Gern auch die russischen Sorten, zum Beispiel „Solotaja Botschka“.


  • Freizeit und Hobbys


  • Wir verbringen viel Zeit mit unseren Kindern und gehen oft spazieren. In der Nähe der Universität gibt es einen schönen Park. Wir fahren aber auch durchaus mal raus aus der Stadt ins Grüne.

    Ansonsten schaue ich gern Fußball – weniger die russischen Liga-Spiele, sondern den deutschen Fußball

  • Motto


  • Behandele jeden Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst.

    (Aktualisiert am 18. Dezember 2007)

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