Johannes Ebert leitet seit März 2007 das Goethe-Institut Moskau (foto: privat)
Ebert, Johannes. Leiter Goethe-Institut Moskau, Region Osteuropa/Zentralasien
“Ich bin in Moskau, weil meine bisherigen Erfahrungen in Osteuropa für mich so spannend und interessant waren, dass ich so eine interessante Stadt wie Moskau auch noch erleben wollte.“
“Ich schätze an Moskau, dass die Stadt lebt, dass hier so unheimlich viel los ist. Das intensive Leben ist manchmal anstrengend, aber auch wirklich faszinierend. Ich bin sehr oft auf Reisen in der Region - vielleicht auch gerade deshalb, weil das Leben hier so anstrengend ist!" (lacht)
“Ich kann an Moskau nicht leiden, dass der Verkehr manchmal sehr anstrengend ist. Das geht aber wahrscheinlich den Moskauern genau wie mir. Man ist in Moskau ewig unterwegs, wenn man irgendwohin will.”
„Meine Lieblingsrussen sind viele der Menschen, denen ich bei der Arbeit und im Kulturleben begegne.“
Lebenslauf und Laufbahn
1963 in Ulm geboren
Studium der Islamwissenschaften und der Politologie in Freiburg und Damaskus
Nach dem Studienabschluss Volontariat bei einer Tageszeitung. Danach bin ich zum Goethe-Institut gekommen. Dort war ich zur Ausbildung im westafrikanischen Abidjan, als Referent ein Jahr in Riga, danach in der Zentrale in München und dann als Institutsleiter in Kiew. 2002 übernahm ich die erste Leitung eines Regionalinstituts, zuerst in Kairo und jetzt in Moskau.
In Moskau seit März 2007.
Organisationsprofil
Förderung der deutschen Sprache und Kultur im Ausland und der interkulturellen Zusammenarbeit.
Zukunftspläne:
Moskau ist jetzt das, was im Zentrum meiner Pläne steht. Ich bin hier vor erst sechs Monaten angekommen und muss meine Arbeit als Institutsleiter so führen, dass das Institut gedeiht. Dieses Ziel ist schon ganz anspruchsvoll, Pläne für die Zeit “nach Moskau” gibt es jetzt noch nicht.
Familie in Moskau:
Ja, meine Familie ist immer dabei. Meine Frau war mit mir auch in Kiew, dann zogen wir nach Kairo. In Kairo sind zwei meiner Kinder geboren, eines haben wir in Deutschland bekommen. Nun sind wir alle in Moskau. Die Kinder fühlen sich hier wohl, weil sie sich da, wo wir leben, frei auf der Straße bewegen können, das war in Kairo wegen des Verkehrs nicht möglich.
Russisches Lieblingsgericht:
Ich mag sehr gern Borschtsch, besonders wenn er schon einen Tag gezogen hat. Ich mag auch ein sehr gutes Schaschlik, also mariniertes und gegrilltes Fleisch. Gretschka, der Buchweizenbrei, schmeckt auch ganz gut.
Russisches Lieblingsgetränk:
Zum Trinken mag ich nichts Besonderes: Ich trinke mal ein Glas Wodka, aber nicht zu viel. Kwas oder Mors mag ich weniger.
Freizeit und Hobbys:
Ich habe drei Kinder, und da ich sehr viel arbeiten muss, versuche ich, so viel Freizeit wie möglich meiner Familie zu widmen. Dann mache ich Sport: ein bisschen Laufen und ein bisschen Tennis. Ich lese auch viel.
Andere Leute gehen in der Freizeit in Konzerte oder Ausstellungen. Das mache ich auch gerne, aber es ist für mich Freizeit und Arbeit zugleich.
Motto: Mir gefällt der russische Spruch “Wsjo budet horoscho” – “Alles wird gut”. Aber ich habe wohl keinen, den ich über mein Bett hängen würde.