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| Der Hamlet aus Berlin bewährt sich auch als DJ (Foto: Schaubühne am Lehniner Platz) | |
Donnerstag, 09.09.2010
„Territoria“: Deutsche Woche auf Moskaus Bühnen
Moskau. Shakespeare, Brecht und sogar Marx werden nächste Woche in Moskau auf Deutsch gespielt. Theater aus Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Zürich bringen ihre Stücke mit und geben Meisterklassen für russische Theaterstudenten.
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Gegenwärtige deutsche Theaterkunst war schon in den bisherigen vier Jahren im Programm des internationalen Theaterfestivals „Territoria“ immer dabei. Das diesjährige, fünfte Festival begrenzt sich auf Deutschland und sein Thema klingt ganz einfach: „Berlin-Moskau“.
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Berlin, Moskau - und darüber hinaus Den Teil „Berlin“ repräsentiert die in Moskau bereits seit langem bekannte Schaubühne am Lehniner Platz an mit der Aufführung „Hamlet“ von Thomas Ostermeier. Das Stück ist am 12. und 13. September im „Teatrium na Serpuchowke“ zu sehen.
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Auf derselben Bühne zeigt auch die Berlinerin Constanza Macras, die zum ersten Mal nach Moskau kommt, am 15. September ihr choreographisches Stück „Hölle auf Erden“.
Dem Teil „Moskau“ entsprechen zwei russische Aufführungen deutscher Dramen: „Die Dreigroschenoper“ von Kirill Serebrennikow im Tschechow-Theater (17. September) und das Stück „Gott ist ein DJ“ des jungen Regisseurs Michail Morskow nach dem gleichnamigen Drama von Falk Richter (14. September).
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| Adressen der Event-Orte |
Meyerhold-Zentrum Nowoslobodskaja str. 23 Metro Mendelejewskaja Tel.: (495) 363-10-48
Teatrium an der Serpuchowka Pawlpwskaja Str. 6 Metro: Serpuchowskaja Tel.: (495) 237-16-89
Designerzemtrum und Club ARTPLAY Nischnaja Syromjatnitscheskaja 5/7 Metro: Kurskaja Tel.: (495) 620-08-82, (495) 917-47-67
Moskauer Dramaturgie- und Regie-Zentrum Begowaja str. 5/2 Metro: Begowaja |
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Das Programm geht geographisch aber über den Titel noch etwas hinaus. Die Moskauer dürfen auf eine gemeinsame Aufführung der Bühnen Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Zürich und Schauspiel Frankfurt gespannt sein. Denn dabei soll ein 750seitiges Werk aus der einstigen Pflichtlektüre inszeniert werden kann: Das Stück heißt „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“ (14.-16. September)
Festival als Meisterklasse für russische Studierende Obwohl die Moskauer bereits mit viel Werbung auf das Festival aufmerksam gemacht werden, ist dieses eigentlich in erster Linie für Studenten russischer Theaterhochschulen gedacht. Für sie gibt es jeden Tag Meisterklassen mit den Schauspielern, Vorlesungen über das deutsche Gegenwartsdrama sowie gleich auch Leseproben von einigen gegenwärtigen Stücken.
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Insgesamt sind 150 Theaterkunststudierende aus Samara, Nowosibirsk und Jaroslawl, aber auch aus Tallinn und Chisinau für die kommende Woche nach Moskau eingeladen, teilten die Schauspieler Jewgeni Mironow und Tschulpan Chamatowa, die das Festival organisieren, im Vorfeld der Festivaleröffnung mit.
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„Man mag Liebhaber oder Gegner der deutschen Theaterschule sein, Eines kann man ihr jedoch nicht absprechen: Das deutsche Modell der Repertoire-Theater funktioniert besser, als sonst wo in Europa. Und da könnten russische Theater Vieles lernen“, finden die Organisatoren.
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Nach Hamlet noch DJ spielen Außer der Theateraufführungen und Meisterklassen bietet das diesjährige Festival auch andere Kunstformen für seine Besucher an: deutsche Kurzfilme, eine Ausstellung von Theaterplakaten, Konzerte zweier Berliner Jazz-Bands, „Jazz Indeed“ und „Das Rosa Rauschen“ und Partys mit deutschen und russischen DJs.
Dabei wird auch Lars Eidinger auflegen, der Hauptdarsteller des zum Festival gebrachten „Hamlets“, der offenbar nicht aus seiner Rolle schlüpfen kann und darum sein Nacht-Programm im Club Artplay am Montag mit dem Namen „Hamlet is a DJ“ ankündigen ließ.
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Abschlussveranstaltung im Goethe-Institut Veranstaltungen des Festivals „Territoria“ finden täglich vom 11. bis zum 18. September an mehreren Orten Moskaus statt: im Designerzentrum ARTPLAY, im Meyerhold-Zentrum, im Teatrium an der Serpuchowka, im Tschechow-Theater und dem Moskauer Dramaturgie- und Regie-Zentrum.
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Am 18. September endet „Territoria“ mit einer Open-air-Abschlussfeier im Hof des Moskauer Goethe-Instituts.
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