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| Am Ende der Masleniza steht traditionell die Verbrennung der Maslenizapuppe als Symbol für das Ende des Winters (Foto: de Carli) | |
Montag, 10.03.2008
Auf traditionelle Masleniza-Art den Winter vertreiben
Moskau. Am Samstag lud das „Teatro del Gusto“ zum großen Pfannkuchenessen in den Neskutschny Sad. Es gab bunte Kostüme, Musik und zum Schluss eine brennende Strohpuppe – alles was zu einer Maslenizafeier gehört.
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Der Teig brutzelt in der Pfanne. Er beginnt sich zu verfärben. Ein unregelmäßiges Muster aus braunen und gelben Flecken entsteht. Schnell wird der Blin (russ. für Pfannkuchen) gewendet. Kurze Zeit später liegt er auf einem Plastikteller und wird von einer jungen Frau äußerst kritisch begutachtet. Sie trägt einen blauweißen Mantel, über ihren Kopf hat sie eine mit Pelz verzierte Kapuze gezogen und aus dem frisch gebratenen Teigfladen will sie jetzt gleich meine Zukunft voraussagen.
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| Leckerbissen Blin. Während der Masleniza gibt es Pfannkuchen in Hülle und Fülle (Foto: de Carli/.rufo) | |
Die Wahrsagerin kann leider nicht nur Positives berichten: Ich sei noch auf der Suche nach meinen Zielen im Leben. Die vielen Flecken auf der Teigoberfläche zeugten von Stress und großer innerer Unruhe. Sie empfiehlt mir, sich Zeit für Meditation einzuräumen, um zu mir selbst zu finden. Ihr Rat wird umgehend befolgt, indem der Blin mit frisch gebratenen Pilzen und Smetana verzehrt wird. Keine Entspannung für dem Geist, aber wenigstens dem knurrenden Magen wird so Genüge getan.
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Bunte Verkaufsstände und fröhliche Musik Das Kulinarische steht sowieso im Zentrum der Art-Masleniza, die seit mehreren Jahren vom Deutschen Felix Schulthess, dem Leiter des „Teatro del Gusto“, organisiert wird. Er will seinen Freunden, Kunden aber auch zufälligen Passanten damit eine Alternative bieten zu den lauten Karnevalsveranstaltungen, die sonst überall in der Stadt zur Maslenizazeit stattfinden. „Wir setzen nicht auf Technik. Bei uns steht das Spielerische im Vordergrund.“
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Die Veranstaltung erinnert denn auch an einen Kindergeburtstag. Die Stände, an denen Strohpuppen gebastelt, Essen zubereitet oder bestellt werden, sind mit bunten Tüchern bedeckt. Das Personal ist in traditionelle Festkostüme gekleidet. Viele Familien mit Kindern sind da. Es laufen zahlreiche Wettbewerbe.
Ein Strohfeuer gegen die Kälte Nur das Wetter spielt nicht mit. Es ist kalt im Innenhof des Freilichttheaters Stasa Namina und wohl auch deshalb sind nur ein paar hundert statt der erwarteten tausend Besucher erschienen. Schulthess vermutet auch, dass sich der in diesem Jahr vollzogene Standortwechsel in den etwas abgelegenen Teil des Neskutschny Sad noch nicht überall herumgesprochen habe.
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Trotzdem entzündet er am späteren Nachmittag strahlend die im Zentrum des Hofs stehende große Maslenizapuppe. In Windeseile fressen sich die Flammen durch das Stroh. Spontan bilden Besucher einen Kreis um das Feuer. Sie fassen sich an den Händen, tanzen reihum und schreien: „Brenn, brenn…“ Damit der Winter und damit das garstige Wetter möglichst schnell dem Frühling weicht.
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(ldc/.rufo/Moskau)
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