In der Deutschen Schule Moskau weihnachtete es schon Ende November (Foto: kam/.rufo)
Dienstag, 29.11.2005
Der deutsche Weihnachtsbasar: Alle Jahre wieder
Moskau. Es ist bereits Tradition, vor dem 1. Advent in der Deutschen Schule einen Weihnachtsbasar zu organisieren. Auch in diesem Jahr haben Schüler und Lehrer für gute Stimmung bei hunderten von Gästen gesorgt.
Der diesjährige Weihnachtsbasar der deutschen Schule am vergangenen Samstag war ein voller Erfolg. Schon kurz nach Beginn um 14 Uhr war die Schule hoffnungslos überfüllt. Wer das Vorprogramm mit Musikern des Moskauer Militärkonservatoriums erleben wollte, musste schon um 12 Uhr anmarschieren. Beim Betreten des Schulkomplexes verführten dann schon allerlei weihnachtlich-betörende Düfte die Nase. Hunger und Durst konnten in einzelnen Klassenraum-Cafés und an Ständen hinreichend bekämpft werden.
Von russischen Pfannkuchen bis Schweizer Spezialitäten
Wer noch nicht alle Geschenke für seine Lieben zusammen hatte, fand hier die eine oder andere schöne Idee. Von Kerzen, Bastelkalendern, Büchern über Glühwein, Pralinen und Pfefferkuchen bis hin zu Adventkränzen, Weihnachtsschmuck und anderen Basteleien reichte die Palette der Angebote.
Schuldirektor Enno Gowers (Foto: kam/.rufo)
390 Schüler mit Freude und Elan dabei
Von 390 Schülern haben viele schon zum dritten Mal am Weihnachtsbasar teilgenommen und tüchtig an den Verkaufsständen gearbeitet. Katja (18) war von der Stimmung begeistert: „Alles ist so weihnachtlich geschmückt! Und der Verkauf geht sehr gut.“ Auch Susanne (17) vom „Cafe 12“ war mit dem Resultat zufrieden. Schon am Freitag wurde in der Schule alles aufgebaut und herumgewerkelt. Doch die Vorbereitungen dafür liefen schon seit Anfang September.
Olga Wolkowa, die Vorsitzende des Weihnachtskommitees und Chefin des Basars, betonte, dass ohne die Hilfe der Schüler nichts klappen würde. „Die Vorbereitung ist eine harte Arbeit. Um so mehr, dass wir in diesem Jahr augenscheinlich mehr Gäste hier haben. Aber ob das wirklich so ist oder nicht, kriegen wir morgen heraus. Am Sonntag wird das Geld gezählt und die Schule wird geputzt, damit der Unterricht am Montag weiter geht.“
Alle Einnahmen des Tages dienen einem guten Zweck (Foto: kam/.rufo)
Seit zehn Jahren ein Basar für einen guten Zweck
Der Weihnachtsbasar findet seit über zehn Jahren in der deutschen Schule statt. Und jedes Jahr geht das verdiente Geld an karitative Projekte. Die Schule bekommt dafür aus der Wirtschaft Geld und auch Sachspenden, die dann verkauft werden.
Schuldirektor Enno Gowers sagte im Gespräch mit Russland-Aktuell: „Wir haben festgestellt, dass jedes Jahr der Erlös ein wenig wächst. Und wir hoffen, dass es auch dieses Jahr so sein wird. Es ist wichtig für die Stimmung, dass es unseren Schüler Spaß macht, sich an so einem Samstag einmal im Jahr tüchtig zu engagieren und für sich selbst, für die Eltern, für die Lehrer, für die ganzen Besucher eine Aufführung zu machen, zu singen, zu spielen und Essen zu verkaufen. Wir freuen uns, wenn die Menschen zu uns kommen und sagen ’Ach, wie toll ist es wieder bei euch heute!’“
Brigitte Ziehl, Stammleserin von Russland-Aktuell, kann die Worte des Direktors nur bestätigen. Sie ist seit 15 Jahren in Russland und hat sechs Jahre in der deutschen Schule gearbeitet. Sie kommt jedes Mal gerne zum Basar. „Die Stimmung hier ist jedes Jahr wunderbar und ich finde ganz toll, was die Schüler hier zusammen mit den Lehrern auf die Beine stellen und dass der ganze Erlös für gute Zwecke verwendet wird“.
...und das Schließen neuer
Uwe-Jens Karl, Geschäftsleiter von Haribo, ist seit 1996 in Russland, aber zum ersten Mal auf dem Basar: „Haribo sponsert diesen Weihnachtsmarkt jedes Jahr, ich bin aber bisher leider nie selbst hierher gekommen. Mein Sohn besucht die Grundschule. Um diese Weihnachtsatmosphäre zu genießen, kommen wir aber im nächsten Jahr natürlich wieder.“
(kam/.rufo)
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