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| Grund zur Freude bereiten Manfred Wittenstein derzeit die Absatzzahlen auf dem russischen Markt (Foto: Ballin/.rufo) | |
Donnerstag, 29.05.2008
Deutsche Maschinenbauer eröffnen Büro in Moskau
Moskau. Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) hat ein Verbindungsbüro in Moskau eröffnet. Russland ist für die deutschen Maschinenbauer der am dynamischsten wachsende Markt weltweit.
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Im vergangenen Jahr ist der Export von Maschinen nach Russland um 23,5 Prozent gewachsen, teilte VDMA-Präsident Manfred Wittenstein mit. Insgesamt erreichte er ein Niveau von 6,5 Milliarden Euro. Damit ist Russland bereits jetzt der sechstwichtigste Abnehmer für Deutschlands Maschinenbauer.
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Wachstum um zwölf Prozent pro Jahr Die Dynamik soll zudem weiter anhalten. „Wir erwarten, dass die Lieferungen von Anlagen aus Deutschland nach Russland bis 2015 jährlich um zwölf Prozent steigen werden“, sagte Wittenstein.
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Der Bedarf Russlands in allen Bereichen des Maschinenbaus ist groß. Ob in der Bau- und Baustoffindustrie, im Bergbau und bei der Fördertechnik, in der Nahrungsmittelindustrie oder bei Verpackungsunternehmen – überall sind deutsche Maschinen stark gefragt. Jede vierte Maschine, die nach Russland eingeführt wird, ist „made in Germany“.
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Deutsche Anlagen für Modernisierung Russlands notwendig Die russische Maschinenbau-Industrie ist oft veraltet, jahrelang fehlte das Geld zur Entwicklung und Erneuerung der Branche. So sind die russischen Konzerne jetzt faktisch gezwungen, sich für ihre Modernisierung im Ausland umzusehen.
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Die Abhängigkeit ist freilich gegenseitig. Die Bedeutung des russischen Markts für die deutschen Maschinenbauer lässt sich an Zahlen festmachen. Von den 935.000 Beschäftigten in der Branche arbeiten etwa drei bis vier Prozent für die Bedürfnisse des russischen Markts. Das sind knapp 30.000 bis 40.000 Arbeitsplätze.
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| Oxana Gantschewa leitet das VDMA-Büro in Moskau (Foto: Ballin/.rufo) | |
Moskau – sechste Auslandsrepräsentanz des VDMA Schon jetzt sind weit über 100 Mitgliedsfirmen des VDMA in Russland vertreten. Nun zieht auch der Verband selbst nach. Moskau ist neben Brüssel, Peking, Shanghai, Kalkutta und Tokio das sechste Auslandsbüro des VDMA.
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Leiterin Oxana Gantschewa sieht die Aufgabe der Repräsentanz vor allem in der Unterstützung deutscher Unternehmen auf dem russischen Markt. „Wir machen Marktanalysen, helfen bei der Partnersuche, der Auswahl geeigneter Messen oder der geplanten Regionalisierung eines Unternehmens“, erklärte sie. Darüber hinaus sei das Büro aber auch für russische Unternehmen offen, fügte sie hinzu.
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Russland vor allem Absatzmarkt, nicht Produktionsstätte Der Ausbau der Partnerschaft soll bei der Steigerung des Absatzes helfen. Eine größere Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Russland ist nicht geplant.
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Eine Produktion in Russland scheitert vielfach schon an der Größe der deutschen Betriebe. Der Maschinenbau ist überwiegend mittelständisch geprägt. Da ist der Aufbau einer zweiten Produktionsstätte schon aus finanziellen Gründen schwer. Hinzu kommt das gravierende Facharbeiterproblem in Russland und die fehlende Zulieferindustrie.
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Investitionen sollen vor allem im Service-Bereich, das heißt bei Wartung und Pflege in Russland, getätigt werden. Hier hat Russland noch großes Potenzial.
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