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| Alle Jahre wieder: Weihnachtsbasar in der deutschen Botschaft in Moskau (Foto: Archiv) | |
Donnerstag, 22.11.2007
Deutscher Weihnachtsmarkt: Glühwein und Besinnlichkeit
Moskau. Am 24. November findet der Weihnachtsmarkt in der Deutschen Botschaft statt. Es locken Glühwein, Gebäck, Holzspielzeug aus dem Erzgebirge und einiges mehr. Dietmar Tusk stand Russland-Aktuell Rede und Antwort.
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Russland-Aktuell: Was erwartet die Gäste beim diesjährigen Weihnachtsmarkt am 24. November?
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Tusk: Wir wollen einen deutschen Weihnachtsmarkt bieten, also Erzeugnisse verkaufen, die mit deutscher Weihnacht zu tun haben.
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Wir bieten Lebkuchen und Weihnachtsgebäck an. Außerdem finden Sie auf dem Weihnachtsmarkt auch typisches Holzspielzeug aus dem Erzgebirge.
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Darüber hinaus können sich Charity-Organisationen auf dem Weihnachtsmarkt vorstellen und ihre Produkte anbieten.
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Ganz ohne Lokal-Kolorit kommt aber in Moskau auch ein deutscher Weihnachtsmarkt nicht aus. Deshalb haben wir auch einige russische Händler eingeladen. Die bieten Leinentücher an oder Matrjoschkas – wobei wir schon darauf achten, dass das hochwertige Artikel sind.
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Insgesamt wird es im großen Saal der Botschaft, im Kulturfoyer und im Foyer 30 bis 35 Stände geben.
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R-A: Sind die Artikel, die sie anbieten, durchweg Spenden?
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Tusk: Wir haben eine Rücklage mit der wir zu Großhandelspreisen und mit Rabatten einkaufen können. Dazu kommen selbst gebastelte Geschenkideen – beispielsweise die typisch deutschen Lebkuchenhäuser, die freiwillige Helfer jetzt für uns bauen.
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Wir bekommen aber auch Spenden. Vom Baltschug Kempinski erhalten wir Kuchen, das Marriott spendiert Stollen. Von Bosch bekommen wir ebenfalls Stollen und außerdem Werkzeuge, die wir verkaufen können.
Die Metro-Gruppe unterstützt uns mit einem Einkaufsgutschein – den wollen wir zur Hälfte für den Einkauf von Einweg-Geschirr und -Besteck nutzen und zur anderen Hälfte für eine Weihnachtsfeier unserer Sozialeinrichtung Suppenküche.
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R-A: Die deutschen Unternehmen lassen sich offenbar nicht lumpen. Bekommen Sie auch Geldspenden?
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Tusk: Ja. Wir bekommen durchaus schon einmal Beträge in einer Höhe von bis zu 10.000 Euro überwiesen. In diesem Jahr konnten wir an Hilfsorganisationen für die Projektarbeit 46.000 Euro weitergeben.
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R-A: Welche kulinarischen Spezialitäten bietet der diesjährige Weihnachtsmarkt?
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Tusk: Unser Restaurant-Leiter bietet in einem großen Zelt Glühwein und Bratwürste an. Das Zelt steht draußen auf dem Hof, Heizstrahler sorgen dafür, dass es dort angenehm warm sein wird. Sie werden auf dem Weihnachtsmarkt also all das finden, was Sie auch auf einem deutschen Weihnachtsmarkt finden.
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R-A: Für das leibliche Wohl ist gesorgt, Geschenke kann man bei Ihnen einkaufen – gibt es denn auch ein Unterhaltungsprogramm?
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Tusk: Zunächst einmal bieten wir für Kinder ein Unterhaltungsprogramm an. Das findet im Keller der Botschaft, auf der Kegelbahn, und in der Turnhalle statt.
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Für alle Besucher gibt es eine große Tombola. Daran nehmen die Besucher mit ihrer Eintrittskarte teil. Stündlich werden Preise verlost.
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| In den vergangenen Jahren herrschte stets großer Andrang |
Das ist es dann schon. Mehr ist aber auch nicht unbedingt sinnvoll: Wir hatten im vergangenen Jahr 1.500 Besucher hier. Ein Rahmenprogramm geht dann einfach im Gedrängel und Getöse unter. Stattdessen veranstalten wir eine Woche später, am 01. Dezember, ein Weihnachtskonzert. Bei dem Konzert spielen russische Kinder und Jugendliche, die besten ihrer Jahrgänge aus dem gesamten Moskauer Verwaltungsgebiet.
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Das Konzert ist zweigeteilt: Im ersten Abschnitt spielen die Musiker klassische Werke. Im zweiten Teil spielen sie auf russischen volkstümlichen Instrumenten – also auf Balalajka und dem Knopfakkordeon Bajan beispielsweise.
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Und am 08. Dezember wird es eine Nikolaus-Feier geben. Die Nikolaus-Feier werden wir diesmal nicht ausschließlich für Botschaftsangehörige organisieren, sondern wir machen das gemeinsam mit der katholischen und der evangelischen Gemeinde. Wir hoffen natürlich, dass wir so einige Angehörige der deutschen Community in Moskau ansprechen können.
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R-A: Außer den Weihnachtsveranstaltungen bieten Sie ja mit dem Kulturkreis regelmäßig Veranstaltungen an.
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Tusk: Ja, zum Einen bieten wir Exkursionen zum Beispiel über das Kreml-Gelände an. Zum anderen zeigen wir den Teilnehmern unserer Veranstaltungen aber auch Ecken von Moskau, die sie sonst so nicht zu sehen bekommen.
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R-A: Wie erfahren interessierte Deutsche denn von Ihren Veranstaltungen?
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Tusk: Wir veröffentlichen die Programme in unserer Zeitschrift „Hauspostille“. Die erscheint einmal im Monat. Jeder, der möchte, kann sich in den Verteiler aufnehmen lassen und bekommt sie dann per E-Mail zugeschickt. Dafür reicht eine Anmeldungs-E-Mail an hauspostille@yahoo.de.
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