Gedränge an allen Ständen - denn fast alle waren billig, aber gut. Weihnachtsbasar in der Deutschen Schule Moskau (Foto: Ballin/.rufo)
Montag, 30.11.2009
Grösster Event der Deutschen Community: Weihnachtsbasar
Moskau. Am Samstag konnte fleissig für einen guten Zweck konsumiert werden, was die vielen Besucher auf dem Weihnachtsbasar der Deutschen Schule auch taten. Dresdner Christstollen und Adventskränze waren der Renner des Tages.
Schaschlik- und Würstchenstände auf dem Schulhof, Glühweinstand im Foyer - die Deutsche Schule Moskau im Deutschen Dorf unweit der Metro Jugosapadnaja war auf allen Ebenen und Etagen für den alljährlichen Weihnachtsbasar gerüstet, der wahrscheinlich das mit weitem Abstand grösste Treffen der deutschen Gemeinde in Moskau im Laufe des Jahres ist.
Für deutsche und russische Eltern, deren Kinder in die Deutsche Schule gehen, ist der Weihnachtsbasar fast eine Pflichtveranstaltung. Für viele kinderlose Deutsche eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen und Weihnhactsgeschenke zu finden - und für manche Russen eine Chance, erstmals einen Hauch von deutschem Weihnachten zu erschnuppern.
Nachdem die Schüler der dritten Klasse in der Aula “Oh Tannenbaum” und die “Weihnachtsbäckerei” gesungen hatten, eröffneten Schulleitern Frau von Berg und Botschafter Dr.Schmidt offiziell den Basar. Danach legte auch schon die Schulband mit einigen Stücken aus ihrem Repertoire los, rockte den Saal und begeisterte Gross und Klein.
Aber es gab auch stille Ecken: In einem Klassenraum konnten die Kinder Weihnachtsgeschichten lauschen und in anderen wurde gebastelt . Im Kinder-Kino lief der uralte, aber immer sehenswerte sowjetische Zeichentrickfilm „Hase und Wolf“.
Die Heinzelmännchen in den Bastelstuben hatten im Vorfeld des Weihnachtsmarktes auch gute Arbeit geleistet: Etwa 150 Adventskränze konnten Schüler und Helfer an den Ständen zum Verkauf anbieten. Sie waren im Handumdrehen ausverkauft.
Mit Preisen von etwas 40 Euro waren sie nicht ganz billig, jedoch sehr hübsch und qualitativ hochwertig. Wer einen ergattern wollte musste vor 16.00 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt erschienen sein.
Wieviel Geld am Samstag durch den Verkauf an den Ständen für wohltätige Zwecke zusammen gekommen ist, konnte Organisatorin Frau Opertnova am Montag noch nicht sagen. Sicher aber seien durch die Wertmarken, mit denen Glühwein, Würstchen, Bouletten und Kleingeschenke an den Ständen eingetauscht werden konnten, immerhin 15.000 Euro eingenommen worden. Hinzu kommen die Bargeld-Einnahmen von den Verkaufsständen, die alle in die grosse Kasse abgeführt werden.
Die Gesamteinnahmen des Weihnachtsbasars gehen - wie es sich zum Fest der Liebe auch gehört - zu 70 Prozent an soziale Projekte wie den "Invalidenverein Jugo-Sapad" und die "Kinder-Krebs-Hilfe". Die restlichen 30 Prozent werden für Schule und Kita verwendet.
Das Wetter ist zwar nun deutlich kühler geworden, doch einige Moskauer genießen die letzten Sonnenstrahlen des Sommers im Stadtpark von Lefortowo. ( Topfoto: Ballin/.rufo)