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Kollektiver Torjubel auch in Moskau bei der Deutschen Gemeinde nach der Führung durch Mesut Özil (Foto: TV)
Kollektiver Torjubel auch in Moskau bei der Deutschen Gemeinde nach der Führung durch Mesut Özil (Foto: TV)
Donnerstag, 24.06.2010

Moskauer Deutsche fiebern mit der Fußball-Nationalelf

Moskau. Die deutsche Fußball-Nationalelf steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft. Russland-Aktuell hat Moskauer Deutsche zum Spiel gegen Ghana und zu ihrer Einschätzung über das Abschneiden des DFB befragt.

Dass Deutsche Fußballfans sind, ist sicher nicht überraschend. Dass bei der (nichtrepräsentativen) Umfrage von Russland-Aktuell alle Moskauer Deutschen erklärten, das Spiel zu nachtschlafender Zeit geschaut zu haben, hingegen schon.

Fazit: Die Moskauer Deutsche Gemeinde drückt dem DFB die Daumen, doch sie sieht realistisch einige Schwierigkeiten auf die noch junge Mannschaft zukommen. Hier ein paar Stimmen:

Karin von Bismarck: Gegen England wird es schwer, aber nicht unmöglich (Foto: v. Bismarck)
Karin von Bismarck: Gegen England wird es schwer, aber nicht unmöglich (Foto: v. Bismarck)
Dr. Karin von Bismarck, Regional Direktor Pedersen & Partners: Das Spiel habe ich gesehen. Aber wenn sie so wie gestern spielen, dann wird es schwer gegen England. Da hat vieles noch nicht gepasst. Ehrlich gesagt, fand ich das Spiel streckenweise ziemlich lahm. Einzig Cacau hat mir gefallen. Als Mesut Özil in der ersten Halbzeit die Großchance vergeben hat, dachte ich sogar daran, den Fernseher auszumachen. Aber schließlich habe ich doch bis zu Ende geschaut und Özil hat uns dann ja auch gerettet, toller Schuss. Ich werde selbstverständlich auch am Sonntag gegen England gucken und den Deutschen die Daumen drücken. Es wird schwer, aber nicht unmöglich.

Roland Fritzsche glaubt, dass im Achtelfinale Schluss ist (Foto: Fritzsche)
Roland Fritzsche glaubt, dass im Achtelfinale Schluss ist (Foto: Fritzsche)
Roland Fritzsche, Chefproduzent beim ZDF-Büro in Moskau:

Ich habe mir das Spiel gegen Ghana gestern Abend angeguckt. Ich tippe, dass sie gegen England verlieren, denn die Deutschen haben doch einige Schwächen in der Abwehr. Die Engländer werden das sicher genau studiert haben.

Fjörn Busch, Leiter Humbold Wedag International: Ich habe das Spiel gegen Ghana natürlich gesehen. Wer lässt sich das als Deutscher schon entgehen? Aber nach dem gestrigen Spiel zu urteilen, wird es sehr schwer gegen England. Man wächst natürlich mit den Aufgaben und die Spielart der Engländer kommt uns mehr entgegen. Die Spielweise der Deutschen ist aber nicht so attraktiv wie erwünscht und wie nach dem hervorragenden ersten Spiel gegen Australien erwartet worden war. Ich hoffe und tippe, dass sie weiterkommen, aber Weltmeister werden sie nicht.

Susanne Beier glaubt ans Weiterkommen gegen England (Foto: DAAD)
Susanne Beier glaubt ans Weiterkommen gegen England (Foto: DAAD)
Susanne Baier, DAAD-Kuratorin in Moskau: Ja, aber sicher habe ich das Spiel gesehen. Ich versuche so viele Spiele wie möglich bei der WM zu schauen, die Spiele der Deutschen sind natürlich Pflicht. Es war sehr aufregend, insbesondere weil wir laufend überkreuz verglichen haben, wie das Spiel Serbien – Australien läuft. England im Achtelfinale ist zu knacken, wenn sie hinten mehr Ruhe reinbringen und sicherer stehen. Im Viertelfinale ist dann wohl Schluss.

Uwe Leuschner, Generaldirektor DB Schenker Russland: Ja klar habe ich mir das Spiel angesehen. Solider Arbeitssieg. Übernächste Woche fliege ich nach Südafrika zum Halbfinale und Finale und natürlich hoffe ich, dass die Deutschen dabei sind. Aber um ehrlich zu sein: Die Engländer werden sie schon schaffen, aber bei Argentinien im Viertelfinale wird es dann schon kompliziert. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.



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