Donnerstag, 18.10.2012

Moskauer Gespräche über Identität von Russlanddeutschen

Im Deutsch-Russischen Haus in Moskau geht es um die Russlanddeutschen. (Foto: ornis-press.de)
Moskau. Bei der nächsten Diskussionsrunde „Moskauer Gespräche“ im Deutsch-Russischen Haus geht es am 1. November darum, wie Russlanddeutsche ihre Identität zwischen der deutschen und der russischen Kultur finden.
Allein die sprachgemischte Frage: „Wer bin ich und wenn ja kakoj?“ im Titel der Veranstaltung sagt schon genug über das Thema aus. Eingeladen sind zwei junge Russlanddeutsche, die zusammen mit den Gästen über Folgendes nachdenken wollen:

Was ist Identität, wenn man in Russland geboren wurde, aber auch Deutscher ist? Was ist Heimat, wenn man seit langer Zeit in Deutschland lebt, obwohl das Herz an Russland hängt? Wer überall zuhause ist, ist es nirgendwo? Wer in Russland ein "Deutscher" ist, ist in Deutschland ein "Russe"? Wie findet man seine Identität zwischen zwei Kulturen?

Anlass für die Veranstaltung ist ein rundes Jubiläum: Vor 250 Jahren rief „die deutsche Zarin“ Katharina II. Ausländer dazu auf, sich in Russland niederzulassen. Insbesondere Deutsche konnte sie zahlreich an die Wolga locken, so dass die deutsche Kultur in das Riesenreich Russland einzog.

Wann und wo:
1. November 2012 19.00 Uhr
Deutsch-Russisches Haus
Malaja Pirogowskaja Uliza 5

Anmeldung bis 21. Oktober erforderlich unter praktikant@deutsch-russisches-forum.de.
Krieg und Vertreibung sorgten dafür, dass sich eine russlanddeutsche Diaspora gebildet hat – verteilt über Russland, Kasachstan und Deutschland. Nach dem Zerfall der Sowjetunion sind zahlreiche dieser Russlanddeutschen in die Bundesrepublik übergesiedelt, bleiben Russland aber nach wie vor eng verbunden.

Die Veranstaltung findet in deutscher und russischer Sprache statt. Die „Moskauer Gespräche“ richten sich an Studenten, Praktikanten und junge Berufstätige aus Deutschland und Russland, und bieten ein Forum, sich untereinander und mit hochkarätigen Referenten über aktuelle Themen im deutsch-russischen Kontext auszutauschen.

Die „Gespräche“ werden organisiert von der Moskauer Deutschen Zeitung und dem Deutsch-Russischen Forum e.V.