Montag, 13.09.2010

Wirtschaftsclub in frisch renoviertem Sowjetschick

Wo gehts hier zum Wirtschaftsclub? Sowjet-Schick in der frisch renovierten Eingangshalle des Hotels Radisson-Royal, Ex-Ukraina Moskau (Foto: Olga Fursova)
Moskau. Saisoneröffnung an einem außergewöhnlichen Ort: Der Wirtschaftsclub Russland tagte am Freitag im Radisson Royal Hotel - dem nach umfangreicher Renovierung kürzlich mit einem deutschen Direktor wieder eröffneten Ex-Hotel Ukraina.
Von außen ist es natürlich immer noch das beeindruckende "Zuckerbäcker-Hochhaus", im Moskauer Volksmund eher Stalin-Barock genannt. Wer aber noch die alten Bilder aus dem Inneren des Hotels im Kopf hat, dem stockt beim Eintritt in die Hotelhalle der Atem.

Die großzügigen Flächen wurden aufwendig restauriert, das Deckengemälde erstrahlt in leuchtenden Farben, die Skulpturen im Stile des sozialistischen Realismus stehen auf frisch glänzendem Marmorboden.

Die Zimmer beeindrucken durch Gediegenheit, Stil und Großzügigkeit. Etwas teurer sind Zimmer, von deren Bad der Blick auf Putins Amtssitz im Weißen Haus auf dem gegenüberliegenden Moskwa-Ufer geht. Der Zimmerpreis steigt jedenfalls mit der Etagenhöhe.

Das Sahnehäubchchen des Hotels, das Restaurant Buono, liegt im 30. Stockwerk ...

Hoteldirektor Wolfgang F.A. Nitschke eröffnete nicht nur den Clubabend, sondern machte selbst eine beeindruckende Führung durch das Haus. Und wer seine Eindrücke vertiefen wollte, konnte sich auch danach noch jederzeit von einer der bereitstehenden Hotel-Stewardessen noch einmal alles zeigen lassen.

Hoteldirektor Wolfgang Nitschke und Club-Initiatorin Karin von Bismarck (Foto: Olga Fursanova)

Small-talk im Wirtschaftsklub tut gut - privat und geschäftlich


Im Wirtschaftsclub selbst im zweiten Stock war derweil wieder - der Clubkonzeption entsprechend - vor allem Kommunikation gross geschrieben. Schon während des Champagner-Empfangs beschäftigte man sich mit Networking, suchte nach neuen Geschäftskontakten und baute bestehende aus.

Schließlich waren wieder einmal knapp 100 Vertreter vor allem der deutschsprachigen Wirtschaftsszene aus Moskau zum Clubabend gekommen.

Nachdem nach nur halbjähriger Vorarbeit die offizielle Gründung des "Wirtschaftsclubs Russland" nun vollzogen ist, können jetzt auch offiziell Mitglieder aufgenommen werden (Aufnahmebeitrag nur 100.- Euro).

Das Sushi-Buffet, Fingerfood und das süße Buffet mundeten ausnahmslos allen und gaben dem Treffen einen äußerst schmackhaften Rahmen - schliesslich hat das Hotel nicht nur einen deutschen Direktor, sondern auch einen deutschen Chefkoch.
Noch im September werden sich die Clubmitglieder schon wieder begegnen können, nämlich beim Golfturnier am 18. September in Pirogowo.