Die Filiale des kaukasischen Restaurants befindet sich in einem Schiff direkt am Moskwa-Fluss (Foto: gurman.ru)
Mama Soja: Günstig
Das georgische Cafe “Mama Soja“ ist lange kein Geheimtipp mehr. Obwohl es im Hinterhofkeller einer unscheinbaren Moskauer Innenstadtgasse kaum zu finden ist, treten sich die Gäste an manchen Tagen gegenseitig auf die Füße.
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Atmosphäre: angenehm Küche: gut Service: gut Preise: billig Kreditkarten: nein
„Mama Soja“ war Mitte der Neunziger Jahre eines der ersten Moskauer Restaurants, das einen damals revolutionären Gedanken in der russischen Hauptstadt einführte: Gutes Essen muss nicht teuer sein.
Das Cafe hat sich auf seine vielen ausländischen Gäste eingerichtet: Die Speisekarte enthält eine englische Übersetzung und die Preise bei Mama Soja sind nach wie vor fair. Allerdings: die gute alte Mama Soja bietet längst nicht mehr die Spitzenleistungen georgischer Küche.
An manchen Abenden spielt kaukasische Life-Musik, leider so laut, dass an den Plätzen neben dem Musiker keine tiefgründigen Gespräche mehr möglich sind. Am besten ist es dann, den Kellner um einen Tisch in einem der Separees zu bitten.
Besonders zu empfehlen ist das georgische Gemüseragout Adschapsandal aus Kartoffeln, Auberginen und Tomaten, die mit Käse gefüllten Teigtaschen Chatschapuri, die Hackfleischröllchen „Kebaby“ und das georgische Mazoni-Jogurt.
Frunzenskaja Nabereznaja 16d nächste Metro: Park Kulturi Tel 244 8550
Wobei es sich bei „Kupaty“ handelt, erläutert die Speisekarte dafür weder auf Englisch noch auf Russisch. russland-aktuell.RU hat es ausprobiert: dieser Eintopf aller nur denkbaren Innereien ist vermutlich nicht jedermanns Sache.
Ein Besuch stimmt vor allem die russischen Besucher immer etwas wehmütig: „Mama Soja“ ist ein Stück südlicher, leidenschaftlicher Kaukasus, der von Russland aus unendlich weit weg zu liegen scheint. Eine Filiale des Restaurants befindet sich auf einem Schiff am Moskwa-Fluss.
Auf einem Relief im Giebel der Petersburger Isaakskathedrale hat sich der Baumeister des Gotteshauses selbst verewigt: Herr Montferrand hält sein monumentales Werk zärtlich im Arm. (Topfoto: Brammerloh/.rufo)