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Flughafen Domodedowo (Foto: Packeiser/rUFO)
Flughafen Domodedowo (Foto: Packeiser/rUFO)
Aktualisiert 11.02.2011 14:01

Domodedowo – Moskaus gigantischster Flughafen

Moskau. Domodedowo liegt am weitesten von der Moskauer Innenstadt entfernt, ist dafür aber der effizienteste und größte Flughafen. Der Einsatz von über 300 Millionen Euro hat sich gelohnt: Domodedowo kann sich heute sehen lassen.

Domodedowo ist der führende russische Fracht- und Inlandsflughafen Russlands. Von hier starten Maschinen nach Sibirien, an die russische Pazifikküste und nach Mittelasien. Auch Ziele im Ural und an der Wolga, wie Wolgograd oder Astrachan und in der Kaukasus-Region werden von Domodedowo aus bedient.

Mehr dazu im Internet
• Offizielle Domodedowo-Webseite (RUS/EN)

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Bis in die 70er Jahre hinein war Domodedowo der Flughafen mit den höchsten Passagierzahlen, musste aber erhebliche Einbrüche beim Fluggastaufkommen hinnehmen, als Flugreisen in den 90er Jahren für die Mehrheit der Russen zum Luxus wurden.

Inzwischen steigen die Passagierzahlen wieder an. Domodedowo profitiert inzwischen auch vom steigenden Auslandstourismus. In den letzten Jahren konnte der Airport eine Reihe großer Fluglinien zu sich herüberziehen.

Aufstieg zur Nummer 1


Inzwischen ist Domodedowo auch international die unangefochtene Nummer Eins unter den russischen Flughäfen. 2010 wurden insgesamt über 22 Millionen Fluggäste abgefertigt, das sind über 2.500 Passagiere pro Stunde.

Kein Wunder, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit Hochbetrieb herrscht in Domodedowo. Auf dem Flughafen können sich die Gäste die Zeit bequem vertreiben. Das Angebot an Geschäften, Bars und Restaurants ist groß.

Anbindung nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz


Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss und die österreiche AUA fliegen inzwischen nach Domodedowo. Und im April 2008 wechselte dann auch deren Muttergesellschaft, die Deutsche Lufthansa nach Domodedowo und machte den Flughafen in Moskaus Süden zu ihrer Basis.

Weitere wichtige Anbieter in den deutschsprachigen Raum sind die Billigflieger Arberlin und Niki sowie die zweitgrößte russische Airline Transaero und ihr Konkurrent S7.

Teure Taxiverbindung ins Zentrum


Der Flughafen befindet sich etwa dreißig Kilometer südlich der Moskauer Ringautobahn und ist über einen eigenen Autobahnzubringer zu erreichen. Für eine anderthalbstündige Taxifahrt in die Innenstadt werden von den offiziellen Anbietern etwa 2.000 Rubel verlangt (rund 50 Euro), für eine Fahrt nach Scheremetjewo sind es mindestens 3.100 (knapp 80 Euro).

Die Schwarztaxis sind mitunter etwas billiger, aber Vorsicht: Immer wieder kommt es vor, dass Fluggäste von der Taxi-Mafia gnadenlos abkassiert werden, insbesondere, wenn sie sich nicht auskennen.

In 40 Minuten mit dem Express ins Zentrum


Vom Pawelezker Bahnhof fahren Vorortzüge direkt bis vor das Flughafen-Terminal. Ganzer Stolz des Flughafen-Managements sind die Express-Züge, die im Stundentakt die Strecke aus der Innenstadt bis zum Flughafen ohne Stop in 40 Minuten zurücklegen. Vor dem Transfer zum Flughafen können Fluggäste einiger Airlines bereits ihr Gepäck am Bahnhof aufgeben. Tickets kosten 320 Rubel (rund acht Euro).

Abfahrt ab Moskau ist in der Zeit zwischen sechs Uhr morgens und Mitternacht jeweils zur vollen und halben Stunde. Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr beträgt das Intervall eine Stunde. Busse und Sammeltaxis fahren von der Metrostation Domodedowskaja zum Flughafen.

Sicherheitsprobleme in Domodedowo


Trotz der Ausstattung mit hochmoderner Technik ist der Flughafen immer wieder mit Sicherheitsproblemen konfrontiert worden. Bereits zweimal wurde der Flughafen Opfer eines Anschlags.

2004 starteten zwei Selbstmordattentäterinnen in Domodedowo zu ihren Todesflügen nach Sotschi und Wolgograd. Der Doppelanschlag kostete fast 100 Menschen das Leben. Anschließend wurde die Gepäckkontrolle bei Flügen in Russland deutlich verschärft.

Im Januar 2011 geriet der Flughafen dann selbst ins Visier von Terroristen. In der Ankunftshalle des Flughafens sprengte sich ein Attentäter in die Luft. Die Bombe riss 36 weitere Opfer in den Tod, darunter auch deutsche und österreichische Staatsbürger. Über 100 Menschen wurden verletzt.

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