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| Endlich scheint sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt nachhaltig zu entspannen. Auch dank rund drei Millionen Quadratmeter neuer Wohnfläche jährlich (Foto: Archiv). | |
Dienstag, 06.11.2007
Moskauer Wohnungsmarkt: Fallende Preise erwartet
Moskau. Der Versicherungskonzern „RosGosStrach“ erwartet schon bald sinkende Preise auf dem Moskauer Wohnungsmarkt. Durch Neubau und Todesfälle kämen jährlich drei Millionen Quadratmeter Wohnfläche auf den Markt.
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Wohnraum wird billiger in Moskau und Umgebung – das ist das Ergebnis einer Studie der Marktforschung des Versicherungskonzers „RosGosStrach“. Mussten die Moskauer bis Anfang des Jahres 2007 im Durchschnitt 100.000 Euro für den Kauf einer Wohnung hinblättern, so beträgt die Kaufsumme jetzt nur noch 80.000 Euro – in beiden Fällen zog „RosGosStrach“ den Erlös für eine alte Wohnung vom neuen Kaufpreis ab. Der Quadratmeter-Preis ist laut der Studie seit Jahresbeginn von 3.250 Euro auf 2.500 Euro gefallen.
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Nur 70.000 Verträge bis Ende 2007
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Gründe für die fallenden Preise: Zum einen entsteht jetzt immer mehr neuer Wohnraum und durch Todesfälle werden zusätzlich Wohnungen frei. Laut der Studie kommen auf diese Weise jährlich drei Millionen Quadratmeter Wohnraum auf den Markt – im Moskauer Umland, dem so genannten „Podmoskowje“, kommen weitere vier Millionen Quadratmeter hinzu.
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Diese Flächen werden offenbar nicht mehr vollständig von Spekulanten aufgekauft. Nach den Berechnungen von „RosGosStrach“ müsste die Zahl der Wohnungskäufe bis Ende des Jahres auf 100.000 ansteigen. Allerdings sieht es derzeit so aus, als werde diese Zahl die Marke von 70.000 Wohnungskäufen nicht stark übersteigen. Folge: Eine nicht geringe Zahl neuer und frei gewordener Wohnungen wird leer stehen.
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Fast die Hälfte der Moskauer will neue Wohnung
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Denn obwohl 47 Prozent der Moskauer gern in eine andere, bessere Wohnung umziehen wollen, können sich in der russischen Hauptstadt und im Umland nur rund elf Prozent der Bevölkerung eine solche Investition leisten. Laut „RosGosStrach“ ist für die Finanzierung des Wohnungstraums ein monatliches Familien-Einkommen in Höhe von 1.200 bis 1.600 Euro pro Familienmitglied nötig.
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Den enormen Preisanstieg auf dem Wohnungsmarkt in den Jahren 2005 bis 2006 führen die Autoren der Studie auch auf die hohen Export-Gewinne vieler Angehöriger der neuen Mittelklasse der Moskauer Bevölkerung zurück. Die Geschäftsleute hätten in den Wohnungsbau investiert.
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Mit anhaltender Krisenstimmung auf den Weltmärkten seien die Export-Hoffnungen dieser Schichten jetzt gedämpft, so dass weniger Spekulationskasse in den Wohnungsbau fließe.
(cj/.rufo/Moskau)
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