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Russland-Aktuell
Die Netzeitung von .RUFO
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| Mittwoch, 12.11.2003 | |||||
Regina |
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Mittlerweile ist „Regina“ etwas ruhiger und kommerzieller geworden. Heute bietet die Galerie vor allem Werke russischer Künstler auf ausländischen Messen feil. Der Inhaber der Galerie, Wladimir Owtscharenko, ist Geschäftsmann – „und eigentlich nie zu sprechen“, sagt seine Mitarbeiterin Maria. Anfangs war die Galerie für ihn eine Art Berufung oder Hobby: Er holte zu Zeiten der Perestroika die junge Kunst aus dem Privaten und dem Untergrund und machte sie publik: Schon kurz nach Eröffnung Ende 1990 wurde „Regina“ von den Post-Sowjet Künstlern als „Erscheinung erster Ordnung“ bezeichnet. Aufmerksamkeit erlangte die Galerie vor allem durch Provokation. Verkaufen ließ sich Kunst Anfang der 90er Jahre sowieso noch nicht – wer hatte schon Geld für so etwas? Bei den Aktionen konnte es deshalb um so wilder zugehen: Zum Beispiel bei Anatoli Osmolowski, der 1992 im Rahmen von „animalische Projekte“ lebende Leoparden bei einer Installation einsetzte. Oder bei dem Kunstprojekt „Apologie der Schüchternheit oder Kunst aus erster Hand“ von Oleg Kulik: Er ließ eine Kompanie Soldaten anrücken, um sie als lebende Kunst-Halter (mit den Händen durch die Wand) einzusetzen.rn rnEin weiterer Höhepunkt war die Ausstellung von Dimiti Gutow „Above black mud“ 1994: Der ganze Fußboden der Galerie war mit Erde bedeckt, auf der Holzbohlen lagen. Ein Werk über Utopie des Glücks, bei dem Gutow unter anderem auf Juri Pimenow Olgemälde „Hochzeit auf der Straße von Morgen“ (Tretjakow Galerie, Moskau) aus dem Jahr 1962 Bezug nimmt.rn rnEin besonderes Anliegen der Galerie ist die Integration der aktuellen russischen Kunst in den weltweiten künstlerischen Prozess. Zu diesem Zweck organisierte „Regina“ seit Mitte der 90er eine Reihe von Ausstellungen. rn
Außerdem besitzt „Regina“ selber eine große Sammlung aktueller russischer Kunst. (sp/.rufo) |