Dienstag, 21.10.2003

XL-Galerie

Vor dem Eingang der XL-Galerie haben Künstler ihre Spuren auf dem Pflaster hinterlassen. Das Gebäude in der typischen Stalin-Monumentalarchitektur ist bereits das dritte Domizil seit ihrer Gründung 1993.
Doch der Ausstellungsraum ist keineswegs „extra large“, wie der Name vermuten ließe. XL steht vielmehr für die Bandbreite der Künstler, die hier ausgestellt werden.
Inhaberin Elena Selina erklärt: „Nach meinen Studium habe ich zuerst ein Jahr als Kurator in der Galerie L gearbeitet. Dort wurde nur konzeptionelle Kunst gezeigt. Aber ich wollte moderne Kunst in ihrer ganzen Breite vorstellen.“ Deshalb entschloss sich die Spezialistin für Futurismus nach einem Jahr ihre eigene Galerie zu eröffnen.


Adresse:
Podkolokonly Pereulok 16/2
Metro: Kitai-Gorod
Tel. (007) 095 9178508 oder 9168235
e-mail: xlgallery@mtu.ru
Seitdem präsentiert sie alle neuen Tendenzen, die in Moskau zu finden sind. Ständig ist Elena Selina auf der Suche nach interessanten Ideen. Der Schwerpunkt der Galerie liegt auf Installationen, auch wenn sich damit weniger Geld verdienen lässt. „Künstler sollten in erster Linie eine starke Geste schaffen“, sagt Selina. „Der Verkauf der Arbeiten kommt erst an zweiter Stelle.“ XL – das stehe gleichzeitig für excellent.

rnUnter den drei Dutzend Künstlern, mit denen die Galerie ständig zusammenarbeitet, finden sich unter anderem Stars der russischen Kunstszene wie Wladimir Dubosarski und Alexander Winogradow, die 2003 ihr Land auf der Biennale in Venedig vertraten - oder Oleg Kulik, der in den 90er Jahren mit seinen Hunde-Performances für Skandale sorgte.
Über 100 Ausstellungen hat Elena Selina in den letzten 10 Jahren organisiert. Im Dezember 2003 soll anlässlich des 10jähriges Bestehens der Galerie ein Katalog erscheinen, der die Highlights der vergangenen Jahre zusammenfasst.rn

(sp/rufo)