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| Madonnas Bühnenshow am Glitzerkreuz können sich bei weitem nicht alle russischen Fans ansehen (Foto: www.newsru.com) | |
Montag, 14.08.2006
Keine Karten mehr: Russen verrückt nach Madonna
Moskau. Innerhalb kürzester Zeit haben Fans der US-Sängerin Madonna sämtliche 35.000 Karten für das Konzert am 11. September aufgekauft. Die Künstlerin denkt über einen zweiten Auftritt in der Hauptstadt nach.
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Die Entscheidung darüber werde innerhalb der kommenden Tagen getroffen, hieß es. Bislang war geplant, dass das Konzert auf den Sperlingsbergen, vor der Silhouette der Moskauer Staatsuniversität das erste und einzige auf russischem Boden bleiben sollte.
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Schon in der Nacht vor Beginn des Vorverkaufs hatten Fans der Popsängerin vergangene Woche die Konzertkassen belagert. Inzwischen steht fest, dass die Frühaufsteher allen Grund zur Vorsicht hatten. Die Karten zu Preisen zwischen umgerechnet 44 und 730 Euro gingen schneller zur Neige, als sogar die Organisatoren erwartet hatten. Nicht einmal Bestellungen per Telefon und Internet konnten noch bearbeitet werden.
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Letzte Chance beim Schwarzhändler
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Gerüchten zufolge gelangte ein erheblicher Teil der Karten aber auch gar nicht in den öffentlichen Verkauf, sondern wurde intern unter Mitarbeitern großer Konzerne wie Lukoil oder Wympelkom vertrieben. Zu allem entschlossene Madonna-Fans können jetzt nur noch auf den Schwarzmarkt hoffen.
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Alternativ könnten sie noch die Gegenkonzerte besuchen, die orthodoxe Aktivisten aus Protest gegen die ihrer Ansicht nach gotteslästlerliche Bühnenshow der Sängerin organisieren wollen. Das Moskauer Patriarchat hatte offiziell alle Gläubigen aufgerufen, den Auftritt zu boykottieren. Der „Verband Orthodoxer Bürger“ kündigte eine Gegenveranstaltung an, sollte das Madonna-Konzert nicht noch verboten werden. Um möglichst viele junge Leute von einem Besuch auf den Sperlingsbergen abzuhalten, liefen bereits Verhandlungen mit „orthodoxen Rockern“ wie dem DDT-Sänger Juri Schewtschuk.
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(kp/.rufo)
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