Dom Chanschonkowa nahe des Majakowski-Denkmals (Foto: afisha)
Dom Chanschonkowa
Wer in Moskau das Flair eines Kommunalkino kennenlernen möchte, der ist im „Dom Chanschonkowa“ genau richtig. Neben dem Musej Kino ist es eines der wenigen Kinos der russischen Hauptstadt, das seltene, gute Filme zeigt.
Es ist das älteste Kino in ganz Moskau und Russland. 1913 wurde das „Dom Chanschonkowa“ am Triumphplatz unter dem Namen „Pegasus“ eröffnet. Nach der Revolution 1918 wechselte das Kinotheater in den 20er und 30er Jahren einige Male seinen Namen. Aus „Pegasus“ wurde „Horn“, später „Meschrabom“. Kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges bekam es den Namen „Moskwa“. Seine heutige Bezeichnung erhielt das Kino erst 1991 zu Ehren seines Gründers Alexander Chanschonkow.
In den 50er Jahren wurde über dem Kino ein Verwaltungsgebäude errichtet, so dass es seitdem ziemlich versteckt liegt. Und so alt wie das Kino ist auch seine Inneneinrichtung. Sie stammt noch aus den 60er Jahren. Den Besucher erwarten also keine weichen Polstersesseln, sondern hölzerne Klappsitze. Im Winter kann es im Vorführraum ungemütlich kalt werden.
Diese Nachteile werden jedoch durch einige Pluspunkte wettgemacht. Die Eintrittspreise sind niedrig (je nach Tageszeit zwischen 50 und 100 Rubel - 1,5 und 3 Euro). Die Filme sind sehr sehenswert und beginnen direkt ohne Werbung. Auch die Technik ist bereits modern.
Der einzige Kinosaal des Hauses wurde mit Dolby Surround ausgestattet.
Seit Wochen zeigt das Thermometer am Hotel National gegenüber dem Kreml konstant Werte über 30 Grad an. Die Hitze bleibt den Moskauern auch in den nächsten Tagen noch erhalten. ( Topfoto: Ballin/.rufo)