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Einer der neuen Engel im Angelarium (Foto: MMOMA)
Einer der neuen Engel im Angelarium (Foto: MMOMA)
Freitag, 14.09.2007

Nowy Angelarium: Auch Schutzengel fahren Metro

Moskau. Das Museum für Moderne Kunst zeigt in der Filiale Jermolajewski pereulok die Ausstellung „Nowy Angelarium“. Skulpturen, Bilder und Installationen – alles dreht sich um die geflügelten Himmelsbewohner, die Engel.

Schutzengel, Racheengel, Todesengel – alle Varianten der geflügelten Himmelsbewohner kann der Besucher des Moskauer Museums für Moderne Kunst, kurz MMOMA, derzeit in der Filiale Jermolajewski pereulok betrachten.

Psychodelischer Altar



Unter dem Thema „Engel“ versammelt die Ausstellung „Nowy Angelarium“ auf vier Etagen des modern ausgebauten Altbaus Skulpturen, Ölgemälde, Kreide- und Bleistiftzeichnungen, Kollagen und Installationen.

Beeindruckend ist der Klappaltar „Skladen (Psichodelitsheski altar)" von Leonid Purygin. Klar erkennbar: Einflüsse von mexikanischer und anderer südamerikanischer Kunst. In lebensfrohen Farben stellt Purygin Todesmotive dar.

Schutzengel fahren Metro



Interessant auch die Bilderserie mit dem Titel „Chosjajewa reki“ (Herren der Flüsse): Bis zum Bauchnabel eingegraben scheinen die riesenhaften Männern und Frauen, die am Ufer russischer Flüsse in den nächtlichen Himmel aufragen. Vielleicht sollen sie die Geister von Verstorbenen darstellen, vielleicht sind sie eine Anspielung auf die antiken Flussgötter.

Engel wachen über uns - nicht nur in der Metro. Zumindest die Hoffnung besteht (Foto: MMOMA)
Engel wachen über uns - nicht nur in der Metro. Zumindest die Hoffnung besteht (Foto: MMOMA)
Viel vertrauter die „Angely Chraniteli w tschas pik“: Die meisten werden es geahnt haben – auch in der Metro sind wir nicht allein. Wika Lamasko holt die Rush-hour-Schutzengel mit Öl und Pinsel auf ihrem Gemälde zum Vorschein. Sie wachen über die gedrängt stehenden und frustriert dreinblickenden Moskauer.

Manchmal steht der Besucher allerdings fragend vor einem Ausstellungsstück, dass sich so gar nicht dem Oberthema „Engel“ unterordnen will. So etwa die Kollage „My Jazz Idols“, die die Lieblingsmusiker des Künstlers darstellt. Klar, alle Musiker auf dem Bild sind verstorben. Wenn man so will – und die Ausstellungsorganisatoren wollen es offenbar unbedingt – dann jammen die (Jazz-) Engelchen jetzt schon auf Wolke sieben.

Schöne Zimmerdeko



Das Thema „Engel“ an sich balanciert natürlich hart an der Wolkenkante, immer kurz vor dem Absturz in den Kitsch. So mancher Ausstellungsgegenstand fällt denn wohl auch eher in die Kategorie „schöne Zimmerdekoration“.

Gut vorstellbar ist zum Beispiel, dass der Künstler die anschnallbaren, gefiederten Flügel, die im fünften Stock direkt am Beginn des Rundgangs ausgestellt sind, von Anfang an für die kommerzielle Serienproduktion für den Kölner Karneval vorgesehen hatte.

Durchaus unterhaltsam



Dennoch, alles in allem ist ein Gang durch die Ausstellung unterhaltsam und empfehlenswert. Gerade bei dem derzeit anhaltenden grauen Regenwetter, lässt der Gedanke an weiße, himmlische Schäfchenwolken die Sonne rauskommen.

Die Ausstellung in der MMOMA-Filiale (Jermolajewski pereulok , Metro Majakowskaja) ist täglich von 12.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Eintrittskarten für Erwachsene kostet 120 Rubel (rund 3,50 Euro).

Kaffee-Stopp um die Ecke



Und wem die Ausstellung dann doch nicht so gefällt, der kommt vielleicht dennoch zu seinem persönlichen himmlischen Genuß: In unmittelbarer Nachbarschaft, an der Ecke Malaja Bronnaja und Bolschaja Sadowaja befindet sich eine Bäckerei mit sehr gutem Angebot. Nach dem Ausstellungsbesuch lohnt hier ein Kaffee-Stopp.

Weitere Ausgehtipps finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

(cj/.rufo/Moskau)


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