 |
|
| So soll es wohl auch am kommenden Samstag in Archangelskoje aussehen. (Foto: www.heinrich-schuetz-haus.de) | |
Mittwoch, 25.07.2007
Rene Clemencic: Clavichord ist sein Lieblingsinstrument
Moskau. Clavichord ist eines meiner Lieblingsinstrumente, gestand Rene Clemencic (79), Patriarch der Aufführungspraxis auf historischen Instrumenten. Am 28.7. gibt er ein Solokonzert mit Renaissancemusik in Archangelskoje..
|
|
Bei seiner vierten Russland-Reise wird der weltberühmte österreichische Interpret, Dirigent, Komponist und Philosoph am 28. Juli in Archangelskoje bei Moskau ein Solokonzert mit wenig bekannten Clavichord-Werken der Renaissance geben, darunter von Ludwig Senfl, Philippe Verdelot und Jacques (Jacob) Arcadelt.
|
Das Konzert steht auf dem Programm des Festivals "Ursprung und Krone", das engste Verbindungen von Folklore-, Renaissance-, Barock- und orientalischer Musik aufzeigen soll. Das Mittelalter sei eine durchaus tolerante Epoche gewesen, sagte Dr. Michail Saponow, Professor am Moskauer Konservatorium. "Menschen waren einander näher als jetzt, Musiker hatten engere Kontakte."
|
Das Mittelalter war gar nicht düster, sondern recht liberal Das Festival solle zeigen, dass der heute gängige Begriff "düsteres Mittelalter" von der Wahrheit weit entfernt sei. Diese These untermauerten Clemencic und zwei Mitglieder seines Consorts stichhaltig mit einem ausgiebigen Konzert. Der Maestro spielte diverse Block- und Hornflöten, begleitet von Rene Zosso (Drehleier, Vokal) und Esmail Vasseghi (Santur, Tombak, Vokal). Nach der Pressekonferenz durften einige gierige Journalisten selber versuchen, ein paar Töne auf dem iranischen Hackbrett Santur und der iranischen Trommel Tombak zu erzeugen.
|
Daraufhin demonstrierte Vasseghi langsam, wie in einer Zeitlupe, seine brillante Fingertechnik. An die Drehleier des SchweizerSchweizers Zosso wagte sich aber niemand.
|
"Ich hoffe, noch ein Mal wieder als Komponist nach Russland zu kommen", sagte Clemencic. Er wolle sein 1992 komponiertes Kabbala-Oratorium zu hebräischen Texten in Moskau aufführen.
Alexander Marjin / Moskau
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>