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| Der Fluss-Strand Serebrjanny bor im Nordwesten Moskaus erfreut sich großer Beliebtheit (Foto: Jahn/.rufo). | |
Freitag, 17.08.2007
Unser Wochenendtipp: Eiskalt abtauchen
Moskau. Hochsommer in Moskau. Heißer geht es nicht. Vor dem vollständigen Austrocknen rettet ein Sprung ins kühle Nass. Russland-Aktuell hat sich umgesehen, wo man eiskalt abtauchen kann.
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Über dem Asphalt flimmert die Hitze. Kein Lüftchen weht. Auch in den Büros steht die Luft. Doch niemand muss das jämmerliche Schicksal der welken Zimmerpflanze teilen. Das Wochende steht vor der Tür und die Rettung ist nah. Ein Ausflug an einen der Moskauer Strände oder ins Freibad verspricht erfrischende Abkühlung.
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Handtuch, Sonnencreme und Wasserflasche
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| Abseits vom Eingangsbereich gibt es romantisch-ruhige Plätzchen (Foto: Jahn/.rufo). |
Unser erstes Ziel heißt „Serebrjanny bor“, ein Flußstrand im Nordwesten Moskaus. Schnell Handtuch, Sonnencreme, Wasserflasche und ein paar Zeitschriften in den Rucksack geworfen und los gehts. Mit der Metro ist die Station Poleschajewskaja schnell erreicht.
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Hier aussteigen und in den Ausgang in Fahrtrichtung wählen. Hinter der Ausgangstür geht es rechts und dann scharf links durch den Tunnel und die Treppe hoch auf die Straße, wo bereits die Marschrutka-Taxis warten. Je nach Stauaufkommen geht es mehr oder weniger zügig zum Strand – bis zur Endhaltestelle dauert es aber nicht länger als zwanzig Minuten.
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Manche mögen’s laut
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Der Strand befindet sich innerhalb des umzäunten Parks „Veteran“. Für schlappe fünfzig Rubel geht es durch das Eingangstor (rund 1,50 Euro). Direkt dahinter zunächst der Schock: Disko und Lifemusik, Grillbuden und Bierfässer – der Durchschnittsrusse mag es offenbar laut und tauscht den Fabrik- und Autolärm am Wochenende gegen die donnernden Bässe an der Strandbar ein.
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Aber glücklicherweise zwingt einen niemand zum Verweilen. Also schnell weiter. Vorbei am Beach-Volleyball-Feld und, siehe da, allmählich wird es ruhiger. Rund 500 Meter vom Eingang entfernt ist der Lärm nicht mehr wahrzunehmen. Auch der Strand ist nicht mehr überfüllt. Hier kann man sich endlich entspannt niederlassen und faul in der Sonne liegen. Und wenn es zu warm wird: Mit zwei Schritten ist man in den kühlen Fluten der Moskwa.
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Schwimmendes Schimmbad
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| Schwimmbad auf dem Fluss. Ein Ponton machts möglich (Foto: Jahn/.rufo). | |
Wer seine Abkühlung lieber im Zentrum sucht, kommt mit in den Gorki-Park (Metro Park Kultury). Ungefähr tausend Meter hinter dem Eingangstor des Parks, am Puschkinski-Ufer hat vor einigen Wochen ein Ponton-Schwimmbad und -Restaurant festgemacht.
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Am Türsteher vorbei geht es zunächst in den Bar- und Restaurant-Bereich. Hier gibt es verschiedene Speisen und Getränke. Einen sehr guten und vor allem eiskalten Mojito reicht der Barkeeper für 340 Rubel, einen Margarita für 240 Rubel (rund zehn beziehungsweise sieben Euro).
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Kein gewöhnliches Restaurant
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| Man muss nicht ins Becken springen. Auch in Wassernähe ist es angenehm kühl (Foto: Jahn/.rufo). |
Dass es sich um kein gewöhnliches Restaurant handelt, fällt direkt auf: Immer wieder schlendert ein Gast in Badeshorts oder Bikini durch den Raum. Wir folgen unauffällig und stehen auf dem Ponton, der sich auf den Wellen der Moskwa leicht hebt und senkt. In den Ponton sind zwei Schwimmbecken eingelassen. Für Leistungsschwimmer sicher zu klein. Die prustenden Badegäste haben aber sichtlich ihren Spass.
Rund um das Becken sind Sonnenliegen und kleine Sitzgruppen aufgestellt. Der ideale Ort, um die arbeitsreiche Woche mit einem Sundowner mit viel Eis abzuschließen.
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Nachtbaden erwünscht
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Das Ponton-Schwimmbad hat von 12.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens geöffnet. Der Eintritt ins Restaurant ist natürlich frei, allerdings ist gegen Abend eine Tischreservierung ratsam. Und wer ins kühle Nass steigen will, zahlt für die Stunde 250 Rubel (rund sieben Euro).
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Weitere Ausgehtipps finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender.
(cj/.rufo/Moskau)
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