Josef Stalin ließ angeblich mehrere Bunker zu seinem Schutz errichten. Sie sollen sich unter anderem in der Nähe des Kreml, am Smolensker Platz und in Ramenki befinden. Verbunden sollen sie durch Tunnel sein.
Dass es geheime Bunker und Verbindungen zwischen ihnen gibt, ist mehr als wahrscheinlich. Dass die Sowjetführer im Kalten Krieg schutzlos im Kreml und in den Armeehauptquartieren gesessen haben sollen, erscheint nicht realistisch. Schutz bietet aber nur, was wirklich geheim ist. So werden aber auch Spekulationen über Lage, Umfang und Anzahl der unterirdischen Zentralen Tür und Tor geöffnet.
Beispielsweise wird ein Bunker unter dem nicht zuende gebauten „Völkerstadion“ in der Nähe der Metrostation „Ismailowski Park“ vermutet. Der Bunker unter dem Stadion war, so wird zumindest auf der Internetseite www.metro.ru behauptet, durch einen Autotunnel mit dem Kreml verbunden. Im Süden Moskaus soll es die Bunkerstadt Ramenki geben. Bei einem eventuellen Bombenangriff könnte sie bis zu 15.000 Menschen Platz bieten. In ihr befände sich das Hauptquartier der russischen Streitkräfte.
Ein weiterer Bunker soll unter der Stalin-Residenz in Kunzewo, einem Vorort Moskaus, gewesen sein. Dieser sei ebenfalls durch einen Tunnel mit dem Kreml verbunden. In seiner Erzählung „Ohne Einladung zu Gast bei Stalin“ will er dieses Gerücht mit Fakten untermauern. Nach Stalins Tod 1953 sei er auf Einladung einer Kommilitionin in der Datscha gewesen sein. Dort will er einen Fahrstuhl gesehen haben, der drei Knöpfe für unterirdische Etagen besessen habe.
Der Sicherheitsstab soll in einem Bunker zwischen den Metrostationen „Teatralnaja“ und „Majakowskaja“ untergebracht sein. Ursprünglich hätte hier die Station „Sowjetskaja“ gebaut werden. Aus zeitlichen Gründen wurden die begonnen Arbeiten aber abgebrochen und die bereits vorhandenen unterirdischen Kapazitäten für den Bunker verwendet.
Da kommt mal wieder Freude auf: wer immer noch versucht, mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, sollte die Thermoskanne und einen Stullenvorrat mitnehmen. ( Topfoto: zr/.rufo)