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Inbesitznahme der Metro durch die Arbeiterschaft

Wir hörten: 80.000 Arbeiter haben die Metro gebaut, viele noch nach der täglichen Arbeit. Oft die Nächte durch. Während dieses Jahres hatte man immer junge Männer und Mädchen lachend aus dem Stollen klettern sehen.

Ihre Arbeitsanzüge, die lehmigen, schweißdurchnässten, stolz vorweisend. Alle Schwierigkeiten - unterirdische Flüsse, Druck durch die oberirdischen Hochhäuser, nachgebende Erdmassen - wurden besiegt. Bei der Ausschmückung wurde keine Mühe gescheut: Der beste Mamor wurde aus weiter Entfernung hergeschafft, die schönsten Hölzer sorgfältig bearbeitet. Beinahe lautlos liefen schließlich die schönen Wagen durch taghelle Stollen: für strenge Besteller das Allerbeste.

Als nun die Bahn gebaut war nach den vollkommensten Entwürfen und die Besitzer kamen, sie zu besichtigen und mit ihr zu fahren, da waren es diejenigen, die sie gebaut hatten.

Es waren da Tausende, die herumgingen, die riesigen Hallen besichtigend, und in den Zügen
fuhren große Massen vorbei, die Gesichter -Männer, Frauen und Kinder, auch Greise - den Stationen zugewandt, strahlend wie im Theater, denn die Stationen waren verschieden gebaut, aus verschiedenen Steinen, in verschiedener Bauart, auch das Licht kam aus immer anderer Quelle.

Wer in den Wagen einstieg wurde im fröhlichen Gedränge nach hinten geschoben, da die Vorderplätze zur Besichtigung der Stationen die besten waren. An jeder Station wurden die Kinder hochgehoben. Möglichst oft stürmten die Fahrenden hinaus und betrachteten mit fröhlicher Strenge das Geschaffene. Sie befühlten die Pfeiler und begutachteten die Glätte. Mit den Schuhen fuhren sie über die Steinböden, ob die Steine auch gut eingefügt seien. zurückströmend in die Wagen prüften sie die Bespannung der Wände und griffen an das Glas.

Immerfort wiesen Frauen und Männer - unsicher, ob es die richtigen waren - auf Stellen, wo sie gearbeitet hatten: das Gestein trug die Spuren ihrer Hände.

Jedes Gesicht war gut sichtbar, denn es gab viel Licht. Viele Lampen, mehr als in irgendeiner Bahn, die ich gesehen habe. Auch die Stollen waren beleuchtet, kein Meter Arbeit war unbeleuchtet. Und all dies war in einem einzigen Jahr gebaut worden und von so vielen Bauarbeitern, wie keine andere Bahn der Welt.

Und keine andere Bahn der Welt hatte je so viele Besitzer. Denn es sah der wunderbare Bau, was keiner seiner Vorgänger in vielen Städten vieler Zeiten jemals gesehen hatte: Die Bauherren waren die Bauarbeiter!

Wo wäre dies je vorgekommen, dass die Frucht der Arbeit denen zufiel, die da gearbeitet hatten? Wo jemals wurden die nicht vertrieben aus dem Bau, die ihn errichtet hatten?
Als wir sie fahren sahen in ihren Wagen, den Werken ihrer Hände, wussten wir: Dies ist das große Bild, das die Klassiker erstmals erschüttert voraussahen.

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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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