Eine Alternative zur großen Metro ist die sogenannte „Mini-Metro“. Schon bald werden die ersten Fahrgäste mit ihr unter der Erde fahren. Sie ist günstiger als die große Metro, aber auch langsamer und kleiner.
Die erste Linie der Mini-Metro wird im September 2005 eröffnet. Sie wird dann von der Station „Kiewskaja“ über den Haltepunkt „Meschdunarodnaja“ zur Endstation „Moskwa-City“ führen. Dort wird ein multifunktionelles Handels- und Verwaltungszentrum neu gebaut. In der Nähe liegt auch das Ausstellungszentrum Krassnaja Presnja.
Die Mini-Metro wird wie ihre große Schwester unter der Erde verlaufen, auch die Tunneldurchmesser sind gleich. Der Unterschied besteht in der Zusammensetzung der Züge. Sie sind durch Gelenke wie bei den Straßenbahnen verbunden und können so engere Kurven fahren. Dadurch wird der Tunnelbau günstiger.
Langsamer und kleiner
Ausgelegt sind die Waggons für rund 230 Passagiere. Ihre technische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 90 Km/h. In der Praxis wird sie aber durschnittlich nur rund 30 Km/h fahren. Die „große“ Metro hingegen fährt zwischen 40 und 45 Km/h.
Wegen ihrer geringeren Geschwindigkeit können nur 25.000 bis 30.000 Passagiere pro Stunde transportiert werden. Die alte Metro befördert fast doppelt so viele Menschen, ca. 55.000 in der Stunde. Dadurch relativieren sich auch die Baukosten wieder. Bei der großen Metro kostet ein Kilometer Tunnel bis zu 60 Millionen Euro. Die Baukosten der Mini Metro liegen bei ungefähr der Hälfte.
Da kommt mal wieder Freude auf: wer immer noch versucht, mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, sollte die Thermoskanne und einen Stullenvorrat mitnehmen. ( Topfoto: zr/.rufo)