Moskau wächst und wächst. Seit einigen Jahren wird auch wieder an der Metro gebaut. Noch sind hunderttausende Moskauer nicht an das Metronetz angeschlossen. Dies soll sich ändern.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist Moskau ständig gewachsen. In den 1930er Jahren lebten in ihr bereits rund vier Millionen Menschen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass sich die Arbeiter nicht mehr mit Droschken und Straßenbahnen von ihren Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück befördern ließen.
Metro soll Verkehrsprobleme lösen
Mit der Eröffnung der ersten beiden Metrolinien im Mai 1935 begann für Moskau eine neue Ära. Von nun an sollten die Menschen unterirdisch, schnell und sicher an ihre Ziele kommen. Zwar wurde in den letzten 70 Jahren die Metro immer weiter ausgebaut, noch schneller wuchs aber die Stadt.
Kein Geld für neue Linien
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte Moskau lange Zeit kein Geld für teure Infrastrukturprojekte, so kam der Metrobau nur langsam voran. Erst in den letzten Jahren hat er wieder Fahrt aufgenommen. Viele neuere Stadtviertel sind aber immer noch nicht an das Metronetz angebunden.
Um dies schnell zu ändern, wird die Metro nun auch überirdisch als Leichte Metro und unter der Erde als Mini-Metro gebaut. Dies geht schneller und ist günstiger als die gewöhnliche Untergrundbahn. Wo, was und wann gebaut wird, hat Russland-Aktuell zusammengestellt.
Da kommt mal wieder Freude auf: wer immer noch versucht, mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, sollte die Thermoskanne und einen Stullenvorrat mitnehmen. ( Topfoto: zr/.rufo)