Mittwoch, 24.03.2004

Schestnazat Tonn: Englischer Pub

Der Club „16 Tonnen“ erhielt seinen Namen zu Ehren des amerikanischen Komponisten Merle Travis. Der Musiker hatte in den 40er Jahren ein Lied namens „16 tons“ über das Leben der Bergleute geschrieben.
Jegliche Versuche, in dem Restaurant oder der Bar Hinweise auf Gewichtseinheiten, Bergmänner oder Grubenschätze zu finden, bleiben ergebnislos. Einzig die Suche nach Bargeld, um die Forderungen der Türsteher (Wochenende 300 Rubel - 9 Euro) und Barkeeper zu erfüllen, hat Minencharakter: Wer den Club besuchen und dort nicht auf dem Trockenen sitzen will, muss tief in die Tasche greifen.


Die Koordinaten
Presnenski Wal 6, Gebäude 1
Metro: Uliza 1905 Goda
Das „16 ton“ ist in zwei Ebenen geteilt. Während das Restaurant im Parterre den Stil eines englischen Pubs imitiert, befindet sich auf der zweiten Etage ein Tanzclub. Der Pub bietet eine entspannte Atmosphäre. Bierkenner können hier selbstgebrautes Lager oder Ale genießen - ohne die Furcht vor der „last order“. Die Küche serviert europäische Köstlichkeiten und russische Gerichte für durchschnittlich 20 Euro. Regelmäßig finden Konzerte von meist einheimischen Rock`n`Roll- und Folk-Bands statt. rn

rnIn der zweiten Etage wird zum Tanz aufgespielt. Vor Mitternacht gibt es meist Konzerte, bei denen mit elektronischem bis alternativem Rock Augen und Ohren beglückt werden. Die Konzerte sind insofern interessant und sehenswert, da die Betreiber durchaus bemüht sind, zeitgenössische Avantgarde zu präsentieren. Aber auch Stars wie Marilyn Manson und die Guano Apes standen hier schon auf der Bühne.rn


Die alltäglichen DJ- Performances bedienen alle elektronische Sparten, von funkigem Disco-House über TripHop oder Progressive bis hin zu Deep- und Minimal House. Mindestens einmal am Abend wird die Stimmung durch GoGo Tänzer angeheizt. Achtung Mädels: Hier gibt es lasziv tanzende Männerkörper!