Laut geht es im Klub Fabrique zu (Foto: www.fabrique.ru)
Neurussisches Parkett: Klub Fabrique
Moskau. Der Klub „Fabrique“ gehört sicher nicht zu den Orten, die ein normaler Moskauer besuchen würde. Hier trifft sich die Oberklasse, trinkt ein Glas Wein, isst und tanzt bis zum frühen Morgen.
Der Klub „Fabrique“ an der Kosmodamianskaja-Uferpromenade zählt zu den Lokalitäten, die einen Teil des neuen Russland verkörpern. Ein überwiegend junges und gut gekleidetes Publikum feiert bis zum frühen Morgen zu Bässen, die den alten Herzschlag vergessen lassen und einen neuen erzeugen. Eine Herz-Rhythmus-Massage ist nichts dagegen. Aufgelegt wird elektronisches, vor allem House.
Tanzen bis und ohne Morgen
Zum KLub gehört auch ein Restaurant (Foto: www.fabrique.ru)
Nach der Selbstdarstellung des Klubs soll gefeiert werden, „ohne groß an morgen zu denken“. Die Tanzfläche bietet Platz für 400 Menschen, insgesamt ist der Klub für 1.200 Personen ausgelegt. Wer nicht mehr tanzen will, kann sich in tiefe Sessel zurücklehnen und die feiernde Masse beobachten. Eine Unterhaltung in der Nähe der Tanzfläche zu führen, ist hingegen unmöglich. Dafür bieten aber Restaurant und Sommergarten Platz.
Das Interieur ist sehr modern und westlich, wirkt aber noch teilweise ein wenig steril. Dazu passt auch, dass auf der Sommerterasse zwischen allen Gästen mit Weißwein in der Hand noch eine blau bekittelte Frau herumhuscht. Jeder Zigarettenstummel verschwindet sofort in ihrem Korb. Westlich mit russischem Touch wie Publikum und Einrichtung sind auch die Preise: Ein Glas Weißwein „Hausmarke“ kostet 160 Rubel, ein kleines Bier 140 Rubel. Spaghetti Carbonara gibt es für 320 Rubel, die günstigste Suppe liegt bei 320 Rubel.
Da kommt mal wieder Freude auf: wer immer noch versucht, mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, sollte die Thermoskanne und einen Stullenvorrat mitnehmen. ( Topfoto: zr/.rufo)