Donnerstag, 21.09.2006

Wodka Bar: Startrampe in die Moskauer Nacht

In der Wodka Bar schwappt nachts auch die Stimmung über (Foto: cj/rufo)
Moskau. Die Wodka Bar ist der richtige Einstieg in die Nacht. Hier treffen sich Party-freudige Moskauerinnen und Moskauer, um nach einer anstrengenden Arbeitswoche ausgelassen zu tanzen und zu flirten.
„Mit fliegenden Schritten/kamst du aus dem Mai/und entschwandest aus dem Blick/im Schleier des Januars.“ Textsicher und aus vollem Hals jauchzt das Publikum den alten Antonow-Schlager mit. Ausgelassen bewegen sich die Gäste im Rhythmus. Echte Partystimmung!

Tanzen und flirten


Adresse:
Wodka Bar
Uliza Lwa Tolstowo 18b
Telefon: 246 9669
Internet: www.Wodkabar.ru
Die Wodka Bar in der Uliza Lwa Tolstowo (Metrostation „Park kultury“) ist eine gute Adresse für den Einstieg in die Moskauer Nacht. Hier treffen sich junge Moskauerinnen und Moskauer, um entspannt miteinander zu feiern.

Das Interieur der Wodka Bar ist eine Mischung aus Sowjet-Cafe – mit fünfzackigen roten Sternen als Dekoration auf den Deckenlampen – und moderner Lounge mit schlichten Bar-Möbeln aus Metall und Holz.

Go-gos heizen ein


Blickfang in der Wodka Bar ist die gut zwei Meter hohe Bühne in der Mitte des Raums. Von dort oben heizen weibliche und männliche Go-go-Tänzer in knappen Kostümen den Gästen kräftig ein.

Platz zum Tanzen ist gegeben (Foto: cj/rufo)
Entlang der vier Seiten der quadratischen Bühne erstrecken sich vier lange Bartresen. Dahinter wuselt ausreichend aufmerksames Personal herum. Drinks und Rubelscheine wechseln schnell den Besitzer. Keiner muss hier lange auf die ersehnte Abkühlung warten.

Wenig verwunderlich: Die Wodka Bar rühmt sich auf ihrer Website, über die umfangreichste Wodka-Sammlung der russischen Hauptstadt zu verfügen. Insgesamt 25 Sorten stehen denen zur Verfügung, die ihren Junggesellenausstand feiern, gerade ihre große Liebe verloren haben oder einfach einen weiteren Tropfen auf ihre steinharte Leber prasseln lassen wollen. Daneben gibt es unter anderem Tequila (weiß für 4,70 Euro, gold für 5,30 Euro), Southern Comfort (5,30 Euro), Limoncello (5,60 Euro) und jede Menge Cocktails. Bierfreunde können sich an die Corona-Flasche (4,40 Euro) oder das Heineken (4,70 Euro) klammern.

Stil der Sowjet-Sixties


Der übrige Raum um die Bühne herum ist klar strukturiert: Hinter dem Eingang links gelangt man mit drei kurzen Schritten über eine Treppe auf eine Empore. Im plüschigen Ambiente eines Sowjet-Cafes der 60er oder 70er Jahre kann man hier mit Freunden sitzen, sich unterhalten, trinken und auch essen.

In der Wodka Bar finden sich auch stillere Ecken zum Klönen (Foto: cj/rufo)
Die Speisekarte der Wodka Bar ist erfreulich umfangreich: Sie reicht von kalten Vorspeisen (zum Beispiel Club Sandwich für rund fünf Euro) über Salate (zum Beispiel Griechischer Salat oder Vinaigrette mit Hering, beides für rund fünf Euro), Hauptspeise (zum Beispiel Hamburger für rund 15,50 Euro oder Hühner-Schnitzel für rund 8,20 Euro) bis zum Dessert (zum Beispiel Napoleon für rund 3,40 Euro).

Rollenspiele rund um den Zapfhahn


Passiert man Bar und Bühne in der Mitte des Raumes, gelangt man am anderen Ende des Klubs zu einem zweiten Sitzbereich. Hier gibt es keine Verköstigung, gemütliche Sessel laden aber zum Rumlümmeln und gemütlichen Klönen ein.

Das Management der Wodka Bar führt regelmäßig Themenabende durch. Bei der „Prohibitions-Party“ etwa war das gesamte Personal im Al-Capone-Stil mit Borsalino-Hut und Nadelstreifen-Anzug gekleidet. Sehr beruhigend: Trotz des thematischen Alkoholverbots standen auch an diesem Abend die Zapfhähne offen. (cj/.rufo)