Montag, 21.10.2002

Kolomenskoje - die eingemeindete Zarenresidenz

Die Christi-Himmelfahrts-Kirche ist das Wahrzeichen des Parks Kolomenskoje (Foto: MGOMZ)
Die Gebäude auf dem Gelände des Freilichtmuseums Kolomskoje sind Meisterwerke der russischen Architektur. Sie zählen zu den wichtigsten Denkmälern Russlands. Die Geschichte des Orts reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Die Koordinaten
Proletarskij Prospekt 31

Nächste Metro: Kolomenskaja

Mi-So 11.00-18.00
Zentrum des Ensembles ist die Christi-Himmelfahrts-Kirche (Wosnessenskij Sobor), die sich auf einer hohen Terasse über der Moskwa in den Himmel erhebt. Die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende Kirche soll auf Zar Wassilij III. Anweisung gebaut worden sein, als 1530 Thronfolger Iwan geboren wurde, der spätere Iwan der Schreckliche.
Etwas verborgen liegt die Johannes-der-Täufer-Kirche. Die weiße Kirche, ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert, liegt mit ihrem wild-romantischen Friedhof versteckt in einem Wäldchen.
Das Holzhaus Peters des Großen ist als Paradebeispiel der russischen Holzarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts auf dem Gelände ausgestellt. Die königliche Holzhütte stand ursprünglich im nordrussischen Archangelsk, wo Peter den Aufbau der russischen Kriegsflotte überwachte. Entsprechend einer sowjetischen Mode wurde das Architekturdenkmal im entfernten Landesteil abgebaut und im großen Freilichtmuseum wieder aufgebaut.
Der Park in Kolomeskoje bietet frische Luft, viel Grün und einen schönen Blick auf Moskau. Selbst die tristen Vorstädte am anderen Ufer des Moskwa-Flusses wirken von einem der Hügel aus nicht mehr ganz so trist.
Im Sommer kann man sich mit Ausflugsdampfern aus der Innenstadt nach Kolomenskoje schippern lassen. Viele Moskauer nutzen den Park rund um das Freilichtmuseum auch für einen Wochenendausflug mit Picknick und Grillen.