Freitag, 18.10.2002

Nowo-Jerussalim - Traum eines Patriarchen

Die Kuppel der Christi-Auferstehungskirche (Foto: Gennadich)
Westlich von Moskau ließ der umstrittene russische Patriarch Nikon im 17. Jahrhundert das Heilige Land nachbauen - mit dem orthodoxen Männer-Kloster Nowo-Jerussalim (Neu-Jerusalem) im Zentrum.
Die Koordinaten:
Vorortzüge vom Rigaer Bahnhof Richtung Wolokolamsk oder Nowo-Jerussalimskaja fahren bis in die Nähe des Klosters (Die Fahrtzeit beträgt etwas über eine Stunde). Von der Bahnstation ist das Kloster entweder mit einem der seltenen Linienbusse oder zu Fuß zu erreichen.
Der Fluss in der Nähe des Klosters wurde in Jordan umbenannt, ein Wäldchen in der Umgebung zum „Garten Gethsemane“. Das beeindruckende Kloster wurde, wie die benachbarte Kreisstadt Istra, im zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Deutsche Truppen sprengten die zentrale Kathedrale in die Luft. Erst nach dem Krieg wurde Nowo-Jerussalim wieder aufgebaut.
Im Zentrum des Kloster-Komplexes befindet sich die Christi-Auferstehungskirche mit ihrem ungewöhnlichen Barock-Turm. An ihm fallen drei Reihen kleiner Fenster besonders auf. Innerhalb der Klostermauern gibt es außerdem ein kleines Museum.