Sonntag, 20.10.2002

Manege - Von der Reithalle zum Kunsttempel

Manege (Foto: Strache/.rufo)
Die Manege ist eine der größten Kunsthallen Moskaus. In dem klassizistischen Gebäude gegenüber des Alexandergartens werden seit 1957 wechselnde Ausstellungen gezeigt. Ursprünglich war sie eine Reithalle für Offiziere.
1817 war sie von dem spanischen Ingenieurs und russischen General Augustin de Béthencourt als Paradehalle erbaut worden. Die architektonische Gestaltung mit einem dorischen Säulengang und dekorativen Fries oblag 1823 bis 1835 Ossip Bowe.

Die Koordinaten
Maneschnaja Ploschad 1
Metro: Ochotni Rjad
10 bis 20 Uhr (Kasse bis 19 Uhr)
Eintrittspreise je nach Ausstellung

Eine technische Meisterleistung


Für die damalige Zeit war die Manege eine großartige technische Leistung: Trotz des riesigen Innenraums, kam die Konstruktion ganz ohne Säulen aus. In den 30er Jahren sackt jedoch das Dach ein und musst gestützt werden.

Nach einem schweren Brand im März 2004, in der Nacht in der der Wahlsieg Putins bei den Präsident- schaftswahlen verkündet wurde, musste die Manege wieder aufgebaut werden. Bis heute halten sich Gerüchte, dass das Feuer durch Brandstiftung hervorgerufen wurde.(nn/.rufo/Moskau)