Samstag, 19.10.2002

Moskauer Haus der Fotografie - jung und innovativ

Das Symbol des Foto-Hauses
Das wichtigste Museum für Fotografie in Moskau ist noch jung. 1996 wurde es als erstes seiner Art in Russland eröffnet. Mittlerweile hat es sich etabliert und arbeitet mit international führenden Museen zusammen.

Im ‚Moskauer Haus der Fotografie’ finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. Über 200 Wechselausstellungen waren in den 12 Sälen des Hauses seit seiner Eröffnung schon zu sehen. Direktorin Olga Sviblowa wünscht, dass die Präsentationen ein Bewusstsein für das Medium Fotografie und seine künstlerische Bedeutung in Russland wecken.

Die neuen Freiheiten der Fotografie


Über Jahrzehnte unterlag auch die Fotografie der sowjetischen Zensur. Erst 1991 begann eine neue Epoche der künstlerischen Freiheit. Viele Arbeiten russischer Fotografen, die schon lange in russischen Archiven lagen, wurden das erste Mal im Moskauer Haus der Fotografie ausgestellt. Die Galerie leistete und leistet immer noch Pionierarbeit: Sie erzählt die Geschichte der russischen Fotografie.

Vor allem jungen russischen Fotografen wie Sergej Borisow will das Haus eine Chance zu geben. Doch auch internationale Größen stellen hier aus. Helmut Newton, Nobuyoshi Araki und andere Künstler vertrauten der Galerie schon ihre Bilder an.

Jährliche Foto-Biennale


Über die Landesgrenzen Russlands hinaus sind die Foto-Biennale und das Fotofestival „Stil und Mode der Fotografie“ bekannt, die das Museum alljährlich zu Beginn des Jahres organisiert. Zu ganz verschiedenen Thematiken wie „Kindheit“ oder „Landschaft“ präsentieren dann Künstler aus aller Welt ihre Werke nicht nur im ‚Haus der Fotografie’, sondern auch in anderen Moskauer Galerien und Cafés.

In den nur acht Jahren seit seiner Eröffnung gelang es dem ‚Moskauer Haus der Fotografie’ außerdem ein breites Archiv an Werken anzulegen. Es umfasst mittlerweile über 70.000 Arbeiten russischer Fotografen.(ad/.rufo/Moskau)