Donnerstag, 02.01.2003

Sicherer, als viele denken

Leben und Reisen in Russland ist grundsätzlich nicht gefährlicher, als anderswo auf der Welt. Das ist für viele westliche Ausländer, die das Land dank des westlichen Sensationsjournalismus kennen, eine Überraschung.
Die Wahrscheinlichkeit, in eine Mafia-Vendetta hineinzugeraten, ist aber tatsächlich sehr gering. Es gibt in Moskau (anders, als in manchen US-Großstädten) auch keine Stadtviertel, deren Besuch ohne Schusswaffe in der Tasche an sich schon eine erhebliche Gefahr in sich birgt.

Moskau und die anderen russischen Großstädte sind heute, was Kriminalität betrifft, auf Weltniveau angelangt. Deswegen gelten hier die gleichen Vorsichtsregeln, wie in allen anderen Ländern auch. Lassen Sie keine Dollar-Bündel aus dem Jacket heraushängen, tragen Sie keine Kronjuwelen in der Metro.
Viele Wohnungsbesitzer haben in den letzten Jahren gegen Einbrecher . aufgerüstet. und sich Wohnungstüren aus Stahl (Metallitscheskije Dweri) einbauen lassen. Vielleicht ist das gar keine schlechte Idee, gerade, wenn von außen sichtbar ist, dass in der Wohnung keine armen Leute leben.
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nDie russische Hauptstadt ist in den letzten Jahren immer wieder Schauplatz von Terroranschlägen geworden, die teilweise sehr viele Menschenopfer forderten (Geiseldrama im Nord-Ost-Theater im Herbst 2002, Explosion zweier Wohnhäuser im Herbst 1999, Bombenanschlag auf eine Fußgängerunterführung in der Innenstadt im Sommer 2000). Die Behörden versuchen, neue Anschläge mit einem Großaufgebot an Sicherheitskräften zu verbinden.
Schwer bewaffnete Patrouillen von Miliz, Sonderpolizei oder Armee und deren allgegenwärtige Ausweiskontrollen gehören seit Jahren zum normalen Straßenbild in Moskau.

(rUFO/kp).