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| Während der mehrstündigen Staus auf der Strasse zum Flughafen Scheremetjewo fuhren die Airportexpresse pünktlich wie immer. (Foto: Archiv/.rufo) | |
Mittwoch, 01.09.2010
Aeroflot klagt gegen Moskau wegen Verkehrskollaps
Moskau. Der Verkehrskollaps, der Ende Juni die Leningrader Chaussee und die Zufahrt zum Flughafen Scheremetjewo lahm legte, kostete Aeroflot knapp drei Millionen Euro. Die fordert die Airline jetzt von der Stadt Moskau ein.
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Als der Verkehr über die Straßenbrücke am 24. Kilometer der Leningrader Chaussee auf zwei Spuren begrenzt wurde, löste dies riesige Rückstaus aus, durch die tausende Fluggäste ihre Flüge verpassten, weil die Anfahrt zum Flughafen blockiert war.
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Aeroflot hat ausgerechnet: Die finanziellen Einbußen durch die Rückerstattung von 75 Prozent des Ticketpreises ergeben 112.299.120 Rubel (2,9 Millionen Euro). Die Fluggesellschaft reichte nun beim Moskauer Schiedsgericht Klage ein, weil Moskau den Beginn der Bauarbeiten nicht mit ihr abgestimmt habe.
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Dies erklärte die Pressestelle von Aeroflot am Mittwoch gegenüber Interfax. Für die größte russische Airline seien selbst Zahlen dieser Größenordnung kritisch, schreibt Newsru.com. Denn im vergangenen Jahr musste Aeroflot schon Verluste einstecken, weil 5,6 Millionen Passagiere weniger transportiert wurden.
Scheremetjewo-Direktor Michail Wassilenko hatte während des Kollapses in seinem Blog der Stadt Moskau vorgeworfen, die Situation gewollt herbeigeführt zu haben, um dem konkurrierenden Flughafen Moskau-Wnukowo, der der Stadt gehört, Vorteile zu verschaffen. Der Flughafen Scheremetjewo wird übrigens von Aeroflot betrieben.
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Aber auch Domodedowo, der dritte große Flughafen der russischen Hauptstadt, ist unzufrieden mit der Moskauer Stadtregierung. Letzte Woche veröffentlichte Airport-Chef Wjatscheslaw Nekrassow auf seiner Homepage einen offenen Brief an Verkehrsminister Igor Lewitin.
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Der Grund: Nach der Modernisierung der Zufahrtsstraße zum Flughafen kommt es zu erheblichen Behinderungen wegen falsch geplanter Parkplatzzonen.
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Was allerdings beim Streit der Flug-Giganten nicht vergessen werden sollte: die Staus auf der alternativlosen Ausfallstrasse in Richtung St.Petersburg und Nordwesten waren vor allem eine Katastrophe für Millionen von Pendlern und für alle Spediteure.
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