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| Albert Ptschelintsew war vor allem aktiv im Kampf gegen Korruption (Foto: krasnogorsk-adm.ru) | |
Montag, 27.07.2009
Anti-Korruptionsaktivist in den Mund geschossen
Moskau. Ein Moskauer Menschrechtsaktivist liegt mit schweren Schussverletzungen im Krankenhaus, nachdem Unbekannte ihn überfallen und ein Hartgummigeschoss in den Mund geschossen hatten
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Wie erst jetzt von "Interfax" und anderen Agenturen vermeldet, war der Vorsitzende der "Überregionalen Bewegung gegen Korruption", Albert Ptschelintsew m Freitagabend im Moskauer Vorort Chimki auf dem Weg zu einem Treffen, als ihn zwei Unbekannte vor seiner Wohnung festhielten und ihm mit einer Pistole ein Hartgummigeschoss in den Mund feuerten.
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Bei einer Notoperation wurde die Kugel entfernt, die den Kiefer zertrümmert hatte, aber stecken geblieben war. Ptschelintsew ist ausser Lebensgefahr. Nach den Tätern wird gefahndet.
Ptschelintsew hatte 2008 in dem Moskauer Vorort Chimki eine "Öffentliche Sprechstunde gegen Korruption" eingerichtet. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den Kampf gegen Korruption zu einer politischen Hauptaufgabe erklärt.
Im Herbst vergangenen Jahres war in Moskau-Chimki bereits der Journalist und Umweltschützer Michail Beketow überfallen und beinahe totgeschlagen worden.
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Beketow hatte die Stadtverwaltung in seiner Vorstadtzeitung scharf kritisiert und den Protest gegen die Abholzung eines Waldgebietes organisiert. Beketow liegt bis jetzt im Krankenhaus. Ihm wurde ein Fuss und eine Hand amputiert.
Nach dem Überfall wurde er auch von der "Gesellschaftskammer" unterstützt, einer vom Kreml initiierten Dachorganisation von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen.
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Die Moskauer Vorstadt Chimki war bereits Anfang der 90iger Jahre durch einen aufsehenerregenden Mord an dem Duma-Abgeordneten Aidserdsis in die Schlagzeilen gekommen. Die Stadtadministration von Moskau-Chimki wird seit Jahren von Afghanistan-Veteranen gestellt.
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Chimki liegt am Weg zum internationalen Flughafen Scheremetjewo, ist Standort verschiedener Grossbetriebe, darunter der Raketenproduzent "Energija".
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