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Wenn die Beamten früher fahren, gibt es in Moskau weniger Stau? (Foto: TV)
Wenn die Beamten früher fahren, gibt es in Moskau weniger Stau? (Foto: TV)
Freitag, 29.10.2010

Antistaumaßnahme: Beamte müssen früher zur Arbeit

Moskau. Die 25.000 Beamten der Stadtverwaltung müssen künftig morgens um 8:00 auf der Matte stehen statt um neun. Die Maßnahme soll helfen, die Staus zu entschärfen. „Der Neue“ im Rathaus ordnet auch weitere Neuerungen an.

Das größte Moskauer Übel sind die Staus. Das ist nichts Neues und war auch schon unter dem unlängst von Präsident Dmitri Medwedew ins Aus beförderten Oberbürgermeister Juri Luschkow so. Sein Nachfolger Sergej Sobjanin will jetzt aber konkrete Maßnahmen ergreifen, um der Plage Herr zu werden.

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Extraordinäre Maßnahmen


Es mag seltsam klingen, aber der Kampf gegen die Blechlawinen beginnt bei der Arbeitszeit der Moskauer Beamten. Immerhin sind alleine in der Stadtverwaltung - also ohne Kreml, Weisses Haus, Ministerien und sonstige föderale Behörden - insgesamt 25.000 Beamte beschäftigt. Sie sollen künftig nicht um neun Uhr ihre Schreibtischplätze einnehmen, sondern eine Stunde früher. Eine entsprechende Weisung erging am heutigen Freitag.

Damit soll der Verkehr während der morgendlichen Stoßzeit entlastet werden. Sobjanin hatte gleich nach seiner Amtseinführung am 21. Oktober die Verkehrsprobleme als größtes Übel der Hauptstadt hervorgehoben und „extraordinäre Maßnahmen“ angekündigt.

Am Dienstag sollen die Leiter der städtischen Departements und Komitees dem neuen Bürgermeister dann auch ihre „Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Moskau“ vorlegen.

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Generalbebauungsplan für alle


Sobjanin macht sich auch Sorgen um den erst im Mai abgesegneten Generalbebauungsplan, der die Rahmen für Moskaus Entwicklung bis 2025 festlegt. Der Plan wurde von Luschkow trotz vielfältiger Proteste durchgeboxt.

Nun soll die Diskussion neu aufgerollt werden. „In allernächster Zeit“, so verlautet aus der Pressestelle des Bürgermeisteramtes, werde eine Sondersitzung einberufen, um den Plan „zu optimieren und die vorrangigen Richtungen zu bestimmen“.

Die Bürger sollen das Dokument jetzt auch in gedruckter Form zu sehen bekommen; eine entsprechende Anweisung ist in Arbeit. Bisher ist es nur auf der Internetseite des Architekturkomitees einzusehen. Die Druckversion soll an den Moskauer Kiosken und in Buchläden angeboten werden.

Greenpeace ist sauer


Im Moskauer Rathaus gibt es noch eine etwas seltsame Neuerung: Ab sofort dürfen Briefe an Sobjanin und seine Führungsriege nur noch einseitig bedruckt eingereicht werden; zweiseitig bedruckte werden nicht entgegengenommen.

Igor Podgorny, Leiter des Energieeffizienz-Programms von Greenpeace Russland, äußert sich dazu entrüstet in seinem Blog: „Wir sind überzeugt davon, dass es nicht schwieriger ist, ein auf beiden Seiten beschriebenes Dokument zu lesen. (…) Das ist eine einfache und reelle Art zur Ressourcenersparnis.“

Podgorny hofft, Sobjanin würde diese „absurde und absolut sinnlose Weisung“ wieder zurücknehmen. Wer weiß – vielleicht ist sie nur eine Trotzreaktion darauf, dass die Anordnung, beide Seiten zu benutzen, seinerzeit vom nun in Ungnade gefallenen Luschkow erlassen worden war.



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