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| Die Moskauer Stadtregierung will den Taximarkt weiter regulieren (Foto: TV) | |
Mittwoch, 14.07.2010
Anzahl der Schwarztaxis in Moskau nimmt weiter zu
Moskau. Die Moskauer Stadtregierung plant, die Zahl der offiziellen Taxi-Unternehmen zu verkleinern. Experten befürchten, dass dies zu weiteren Preissteigerungen und damit zu noch mehr Schwarztaxis in der Stadt führt.
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„Die fahren ja hier, wie in Kabul“, erregt sich Chatschik, ein armenischer Taxifahrer, als ein Auto gegen zwei Uhr nachts in Moskau mit weit über 100 km/h an ihm und der roten Ampel vorbei über die Kreuzung braust.
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Bombila – Schwarztaxis allgemeine Praxis In Kabul war Chatschik noch nicht, vom Straßenverkehr dort hat er seinem Ausspruch nach aber noch nichts Gutes gehört. Dafür ist Chatschik allnächtens auf Moskaus Straßen unterwegs – als „Bombila“, wie die Russen Schwarztaxifahrer nennen.
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Woher der Begriff „Bombila“ stammt, wissen die wenigsten Russen noch. Er kam in den wilden 90er Jahren auf. Doch die lautliche Ähnlichkeit mit der Bombe mag kein Zufall sein, denn die Fahrweise (und der Zustand der Autos) vieler „Bombilas“ ist lebensgefährlich.
Kampf gegen Schwarztaxis mit Bürokratenmethoden Seit Jahren kämpfen die Behörden mit den Schwarztaxis – bisher erfolglos. Auch die neue Initiative verspricht wenig Erfolg. Denn nun soll das Register der offiziellen Taxi-Unternehmen verkleinert werden, angeblich um die Kontrolle zu erhöhen.
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Aufgenommen werden nur noch die großen Taxi-Unternehmen. Das bedeute dann eine Monopolstellung der wenigen verbliebenen Firmen, mutmaßt Dmitri Abakumow von Taxi 095. „Dann werden die großen Taxi-Unternehmen die Preise erhöhen, weil sie ein Monopol haben. Und dann wird es noch mehr Bombila in der Stadt geben als jetzt schon“, sagt Abakumow voraus.
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Nach Angaben des Moskauer Verkehrsverbands arbeiten rund 40.000 illegale Taxifahrer in der russischen Hauptstadt. Pro Jahr verdienen sie demnach rund eine Milliarde Dollar. Es ist schwer verdientes Geld für Chatschik und Co.
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