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| So kennen die Moskauer das Denkmal "Arbeiter und Kolchosbäuerin" (Foto: Ballin/.rufo) | |
Freitag, 23.07.2010
Arbeiter und Kolchosbäuerin schon wieder in Reparatur
Moskau. Das berühmte Denkmal "Arbeiter und Kolchosbäuerin" vor dem Moskauer Ausstellungszentrum WWZ (einst WDNCh) ist ein halbes Jahr nach seiner Wiedereröffnung schon wieder verhüllt. Dabei sollte es 100 Jahre stehen.
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"Arbeiter und Kolchosbäuerin" ist die berühmteste Skulptur der Bildhauerin Vera Muchina. 1937 wurde sie für die Weltausstellung in Paris geschaffen und schmückte den sowjetischen Pavillon. Anschließend kehrte das Pärchen im Triumphzug nach Moskau zurück und war Jahrzehnte lang ein Wahrzeichen der russischen Hauptstadt. Es schmückte auch die Intros aller Filme aus den Mosfilm-Studios.
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Symbol der Sowjetzeit für sechs Jahre eingemottet Doch der Zahn der Zeit nagte nicht nur am sowjetischen System, sondern auch an seinen stählernen Protagonisten. 2003 wurde das mit Sowjetsymbolik überhäufte Monument gegen den Protest der Kommunisten demontiert – zur Vollsanierung, wie es hieß.
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In 5.000 Einzelteile verlegt verschwand die Skulptur für sechs Jahre im Keller. Erst im Dezember 2009, als eigentlich schon niemand mehr damit rechnete, dass das Monument wieder aufgestellt werde, wurde es schließlich wieder eröffnet.
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100 Mio. Euro für Speziallack und neue Schrauben Seitdem recken Arbeiter und Kolchosbäuerin in neuem Glanz vereint wieder Hammer und Sichel gen Himmel empor. Angeblich sollen bei der Reparatur alle Teile gesäubert und mit einer speziellen Rostschutzpaste eingestrichen worden sein. Die Schrauben zur Verbindung der Einzelteile wurden in einem Spezialbetrieb gegossen, um höchste Qualität und Standfestigkeit zu gewährleisten.
Die Moskauer Stadtregierung gab an, dass die Sanierungsarbeiten am Denkmal umgerechnet rund 100 Mio. Euro gekostet hätten.
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Zeitsprung: Jahrhundert ist nach sieben Monaten um Dafür und vor allem dank der Rostschutzpaste sollte die Skulptur dann auch noch 100 Jahre stehen, versprach ein Vertreter der Stadtregierung bei der feierlichen Wiedereröffnung. Nun, ein halbes Jahr später, steht ein Baugerüst um das Denkmal.
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Die Versprechungen dabei ähneln denen vor einem halben Jahr: „Es wird von außen eine Schutzschicht an die Hülle der Skulptur gestrichen mit einem speziell vom Allrussischen Luftfahrtinstitut WIAM entwickelten Stoff, damit die Skulptur noch 100 Jahre steht“, sagte Jewgeni Gratschow, ein Vertreter der beauftragten Baufirma.
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Pfusch am Bau? Mit eben jener vom WIAM entwickelten Paste soll das Monument aber schon mal eingestrichen worden sein. Nicht nur die Anwohner rund um Ostankino vermuten daher, dass die Reparatur der Statue nicht sorgfältig durchgeführt wurde. Sie hat sechs Jahre herumgelegen und sollte dann innerhalb kürzester Frist wieder aufgestellt werden, so die durchaus begründete Vermutung.
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Je mehr Pfusch - desto öfter Renovierung - desto mehr Provisionen Immerhin verspricht die Stadtregierung, dass die Renovierung diesmal kürzer ausfallen werde. Zum Stadtgeburtstag, dem ersten Wochenende im September, sollen Arbeiter und Kolchosbäuerin spätestens wieder in alter Pracht stehen – bis zur nächsten Reparatur.
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Wobei die ökonomischen Vorzüge einer häufigen Renovierung des Denkmals auf der Hand liegen: jedes Mal verdienen die Baufirmen und nach moskauer Sitte könnte auch für die städtischen Beamten eine kleine Provision abfallen.
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