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| Die Glühlampe hat ausgedient. Sie soll künftig von Energiesparlampen ersetzt werden (Foto: Archiv) | |
Mittwoch, 30.09.2009
Ausgebrannt: Glühbirne in Moskau steht vor dem Aus
Moskau. Der Moskauer Stadtregierung geht ein Licht auf beim Energiesparen. Oberbürgermeister Juri Luschkow hat allen städtischen Einrichtungen den Kauf von Glühbirnen untersagt. Sie werden gegen Energiesparlampen ausgetauscht.
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„Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“, diese Formel Lenins brachte den Bolschewiki nach der Oktoberrevolution tatsächlich eine Menge Anhänger. Noch heute wird die Glühbirne in Russland halb scherzhaft, halb zärtlich „Iljitschs Lämpchen“ (von Wladimir Iljitsch Lenin) genannt.
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Kreml will Energie sparen Doch „Iljitschs Lämpchen“ sind zwar billig in der Anschaffung – sie kosten in Russland nur ein Zehntel dessen, was Energiesparlampen kosten, aber sie fressen Strom. Daher hat Präsident Medwedew schon Anfang des Sommers ein vollständiges Verbot der Glühbirnen ab 2011 gefordert.
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Während die Duma noch überlegt und berät, ob diese Maßnahme durchsetzbar ist, ergreift Moskau schon aktive Schritte. Das Verbot für den Kauf der Glühbirnen tritt ab 1. Oktober in Kraft. „Wenn eine Lampe ihren Geist aufgibt, dann ersetzen wir sie durch eine Diodenlampe, das spart zwei Drittel der Stromkosten“, gibt Oberbürgermeister Juri Luschkow die Richtung vor.
Umstellung auf Energiesparlampen dauert vier Jahre Im Bürgermeisteramt an der Twerskaja Nr. 13 wurden die alten Lampen schon zu Jahresbeginn gegen neue Energiesparleuchten ausgetauscht. In den meisten Behörden brennen aber immer noch Glühbirnen. Durch das Kaufverbot wird kein augenblicklicher Wechsel aller Lampen stattfinden. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Umstellung in vier Jahren abgeschlossen sein wird.
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Nach internen Berechnungen soll der Umstieg auf Energiesparlampen und die Einführung „intelligenter“ Beleuchtungssysteme (d.h. Bewegungsmelder schalten das Licht erst dann ein, wenn jemand den Raum betritt) Stromkapazitäten von 25 Megawatt freisetzen. Die Kosten für die Einführung der Energiesparlampen rentieren sich innerhalb von eineinhalb bis zwei Jahren, ist die Stadtverwaltung überzeugt.
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Energiesparpotenzial bei über 40 Prozent Nicht nur Moskau, sondern ganz Russland hat ein gewaltiges Energiesparpotenzial. Expertenschätzungen nach könnte das Land seinen Energieverbrauch um über 40 Prozent senken. Vor allem die marode Gebäudewirtschaft hat noch enorme Reserven.
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Das Energiesparen würde Russland gewaltige Einnahmen bescheren, denn was im eigenen Land nicht verbraucht wird, kann an Öl und Gas teuer ins Ausland exportiert werden. Eine Einsicht, die sich in Russland allerdings nur sehr langsam durchsetzt.
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