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| Ein Entwurf des Handelscenters Moskau-City. | |
Donnerstag, 13.11.2003
Betrugsvorwürfe um „Moskau-City“
Moskau. Beim Bau des Handelszentrums „Moskau-City“ sollen eine Mrd. Rubel (28.74 Mio. Euro) veruntreut worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mitbesitzer der Legprombank Jewgeni Jankowski. Der Bankier selbst hält die Untersuchungen für eine „bestellte Aktion“, um ihn aus der Führung der Bank zu entfernen. Die Legprombank (Bank der Leichtindustrie) steht auf Platz 143 der russischen Banken mit Aktiva von mehr als 3,5 Mrd. Rubel (100 Mio. Euro).
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„Moskau-City“ ist ein Lieblingsprojekt des Moskauer Oberbürgermeisters Juri Luschkow. Doch anstatt des höchsten Wolkenkratzers der Welt kam in zehn Jahren Bau- und Planungszeit nur die tiefste Baugrube Europas zustande. Viele Finanzierungsskandale verzögerten immer wieder die Fertigstellung.
Einer davon liegt etwa vier Jahre zurück. Ende 1999 gab der Energieriese „Gasprom“ der Firma „City“ Wechsel der Gasprombank in Höhe von einer Mrd. Rubel, um den Bau des Handelscenters zu finanzieren. Laut Staatsanwaltschaft soll „City“ den Kredit an seine Tochter „City-Energo“ und diese wiederum an die Baufirma „Spezstroiservice“ weitergeleitet haben. Spezstroiservice gehört Jewgeni Jankowski. Statt nun für das Geld zu bauen, soll er die Wechsel bei Gasprom gegen andere Papiere eingelöst haben.
Nach Version der Staatsanwaltschaft tauschte er die neuen Papiere gegen wertlose Wechsel undurchsichtiger Firmen, die unter anderem von seiner Frau geleitet wurden. Als das Geld zurück gefordert wurde, konnte Jankowski nur leere Hände vorweisen.
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Jankowski bestreitet diese Vorwürfe. Nach Angaben der Tageszeitung „Kommersant“ hat der vorgeblich Geschädigte, die „City-Energo“ AG, auch nicht geklagt. Dennoch leitete die Staatsanwaltschaft Untersuchungen ein und stellte jetzt beim Moskauer Bezirksgericht „Bassmanny“ Strafanzeige. Dieses Gericht steckte in der Vergangenheit u.a die Oligarchen Platon Lebedjew und Michail Chodorkowski in Untersuchungshaft.
(ab/.rufo)
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