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| Von der Schließung der Nagatinski-Brücke erwarten viele Moskauer Autofahrer ein neues Verkehrschaos. (Foto: RIA Novosti) | |
Mittwoch, 14.07.2010
Brücke dicht: Droht Moskau ein neuer Verkehrskollaps?
Moskau. Die Nagatinski-Brücke über den Moskwa-Fluss ist dringend überholungsbedürftig. Über sie führt eine Metro-Linie und die Ausfallstraße nach Südosten. Droht jetzt ein ähnliches Chaos wie auf der „Leningradka“?
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Über die Nagatinski-Brücke verläuft die U-Bahn-Strecke zwischen den Stationen „Awtosawodskaja“ und „Kolomenskaja“. Außerdem ist sie für Moskaus Autofahrer ein wichtiges Verbindungsstück auf der Ausfallstraße Richtung Südosten, in deren Verlängerung die Fernstraße M-4 nach Rostow-am-Don, Krasnodar und Noworossijsk beginnt.
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Verkehrspolizei erwartet keine Probleme Von der Bedeutung ist die Straße ähnlich zu gewichten wie die Leningrader Chaussee (im Volksmund „Leningradka“, also „Leningraderin“, genannt) im Nordwesten der russischen Hauptstadt.
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Dort war es im Juni nach der fast vollständigen Sperrung einer baufälligen Autobahnbrücke zu monströsen Staus gekommen, die sogar den Flugverkehr in Scheremetjewo beeinträchtigten. Natürlich sind die Befürchtungen groß, dass die Reparaturen an der Nagatinski-Brücke ähnliche Folgen haben könnte.
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Die Verkehrspolizei winkt allerdings ab – sie „erwartet und prognostiziert keine Verkehrsprobleme“, meldet am Donnerstag RIA Novosti. Die Pressestelle des Südlichen Verwaltungsbezirks teilt mit: „Wir bemühen uns unsererseits, alle Fragen der Verkehrssicherheit dahingehend zu lösen, dass sich die Situation auf der Leningrader Chaussee nicht wiederholt.“
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“Natürlich bleiben alle im Stau stecken!“ Einen Kollaps werde es nicht geben. Auch deshalb, weil es im Falle der Brücke im Nordosten Kompetenzstreitigkeiten zwischen den föderalen Behörden und den Ämtern des Moskauer Gebiets und von Moskau gegeben hatte. Die Nagatinski-Brücke gehört dagegen eindeutig in den Zuständigkeitsbereich des Südlichen Verwaltungsbezirks von Moskau.
Dabei ist bisher unklar, wann mit der Überholung der Brücke begonnen wird. Die Arbeiten sollen etwa 20 Monate in Anspruch nehmen.
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Den Optimismus der Behörden wollen die betroffenen Autofahrer allerdings nicht teilen. Zu oft schon sind sie Opfer der oft willkürlichen und undurchdachten Handlungen der „Stadtväter“ geworden.
So meint Wjatscheslaw Lyssakow vom Automobilistenverein „Freiheit der Wahl“: „Wenn die Reparatur nach dem gleichen Schema abläuft wie auf der Leningradka, dann bleiben natürlich alle im Stau stecken!“
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Der Vorsitzende der Moskauer Filiale des Russischen Automobilisten-verbands, Sergej Kanajew, stimmt ihm widerspruchslos zu.
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