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| Der Siegerentwurf | |
Freitag, 06.12.2002
Ein Küchenhocker für 260 Millionen
Moskau. Im Moment klafft noch eine riesige Baugrube an der Krasnopresnenskaja Uferstraße gegenüber dem Hotel Ukraine. Aber ein Ende ist endlich absehbar. Jetzt muss das seit einem Jahrzehnt geplante Prestigeobjekt „Moskau-City“ nur noch gebaut werden. Seit gestern steht fest, wie das neue Domizil der Moskauer Regierung aussehen wird.
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Der Beirat für Städtebau kürte den Entwurf des russischen Architekten Michael Chasanow und des Instituts „Kurortprojet“ (ein Architekten-Kollektiv mit Anton Nagawizin und Nodar Kantscheli) zum Sieger. Sie stachen 147 teils berühmte ausländische Architekturbüros aus, die ebenfalls das zukünftige Identifikationsobjekt des neuen Russlands gestalten wollten.
Der gläserne, rund 200 Meter hohe Turm wird auf vier Säulen ruhen. Seine 52 Etagen werden auf jedem achen Stockwerk durch Atrien mit Wintergärten verbunden. Unverkennbar ist, wie das Gebäude zu seinem Spitznamen kam: Das Architektenkollektiv nennt es „Hocker“. Ein reichlich teures Möbelstück für ca. 260 Millionen Dollar.
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Der „Hocker“ ist als der Mittelpunkt eines gigantischen Büro-, Handels- und Erholungszentrums geplant. Mehr als 150 Geschäfte, Hotels und eines der größten Sportzentren Europas mit einem Aqua-Park nehmen ca. 2,5 Millionen Quadratmeter ein. Zusammen mit dem nahegelegenen Expo-Ausstellungsgelände soll dies der neue Anlaufpunkt Moskaus werden. Für die gute Anbindung werden zwei neue Metrostationen sorgen. Und, etwas edler, die Hubschrauber-Landeplätze auf den vier Spitzen des „Moskau-City“-Turms. Bis es soweit ist, werden allerdings noch mindestens drei Jahre ins Land gehen. Vorausgesetzt der Moskauer Regierung geht nicht vorzeitig das Geld aus.
(/sp)
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