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| Kaum je war der technische Fortschritt in Moskau so umstritten wie im Fall der Bus-Drehkreuze (Foto: Jahn/.rufo) | |
Dienstag, 12.12.2006
Ende der Warteschlangen im Nahverkehr in Sicht?
Moskau. Für alle, die in Moskau oft Busse oder Straßenbahnen benutzen müssen, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Die teils endlosen Warteschlangen beim Einsteigen sollen deutlich kürzer werden.
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Die schlechte: Damit die Passagiere schneller einsteigen können, sollen alle tiefer in die Tasche greifen, die sich ihren Fahrschein erst beim Fahrer kaufen. Der Preis für solche Tickets soll womöglich gar verdoppelt werden.
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Hasenjagd führt zu Dauerstau an den Haltestellen
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Auf diese Weise sollen die Fahrgäste dahingehend umerzogen werden, dass sie sich ihren Fahrschein schon vor Fahrtantritt in einem der vielen Ticket-Kioske lösen. Die bisher schon übliche Preisdifferenz von wenigen Rubeln ist offenbar nicht drastisch genug.
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Fahrten in den oft hoffnungslos überfüllten Moskauer Bussen und Straßenbahnen wurden spätestens seit Beginn eines behördlich verordneten Kreuzzugs gegen die Schwarzfahrer (auf Russisch als „Hasen“ bezeichnet) zum ultimativen Ärgernis. Inzwischen ist nahezu der gesamte hauptstädtische Öffentliche Nahverkehr nach dem Vorbild der Metro mit Einstiegsschranken versehen. Passagiere dürfen nur noch durch die mit einem Drehkreuz versehene vordere Tür einsteigen.
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Finanziell hat sich die Investition für das Nahverkehrsunternehmen „Mosgortrans“ bereits gelohnt. Die Zahl der „Hasen“ ging deutlich zurück.
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Besonders an viel frequentierten Haltestellen wie etwa vor Schulen oder in der Nähe von U-Bahn-Stationen hat sich jedoch seither die Dauer der Zwischenstopps spürbar verlängert. Streckenweise wurde der Busverkehr inzwischen so langsam, dass sogar eine Abschaffung der Einstiegsschranken schon offen diskutiert wurde.
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(kp/.rufo)
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