Dienstag, 26.04.2011

Falsche Verkehrspolizisten begehen Millionenraub

Nicht in jeder Uniform steckt auch ein Polizist und nicht jeder Polizeiwagen ist echt, musste am Montag ein Wachunternehmen erfahren (Foto: Ballin/.rufo)
Moskau. Umgerechnet knapp vier Millionen Euro hat eine Räuberbande beim Überfall auf einen Geldtransport erbeutet. Die Täter hielten den Geldtransporter als Verkehrspolizisten verkleidet an.
Der Überfall ereignete sich bereits am Montag. Auf der Straße zum Flughafen Domodedowo wurde der VW T5 eines privaten Wachunternehmens sowie der Pkw eines Anwohners ist von einem Polizeiauto gestoppt.

Ob es sich bei dem Anwohner um ein zufälliges Opfer handelt oder er in Beziehung zu dem Wachunternehmen steht, bleibt nach der bisherigen Darstellung der Ereignisse unklar.

Polizeiuniformen gehörten zum Coup


Zumindest litt er unter dem Überfall genauso wie die Wachmänner. Denn wie sich herausstellte, waren die Uniformen der angeblichen Polizisten nur ein Bluff, um die Autos zum Stehen zu bringen. Denn kaum hielt der VW-Bus, ging es ganz schnell.

"Danach kam noch ein Auto, aus dem acht Maskierte stiegen, die mit Kalaschnikow und Pistolen bewaffnet waren. Sie schlugen den Bewohner des Kreises Schtscholkowo, einen Wachmann und noch zwei Personen zusammen. Anschließend raubten die Verbrecher fast fünf Millionen USD und 12,3 Millionen Rubel", erklärte ein Polizeisprecher.

Vier Millionen Euro Beute und eine Schießerei


Das entspricht insgesamt knapp vier Millionen Euro. Mit dieser Beute machten sich die Räuber aus dem Staub.

Als die Opfer die Verfolgung aufnehmen wollten, eröffnete einer der Angreifer aus dem Auto das Feuer auf die Verfolger. Dabei wurde ein Reifen zerschossen, die Jagd war beendet.

Später fand die Polizei in der Nähe des Friedhofs Domodedowo das ausgebrannte Wrack eines Kleinbusses und eine Kalaschnikow. Die Suche nach den Tätern läuft.