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Mittwoch, 23.02.2005
Feiertag - Der 23. Februar unter roten Fahnen
Moskau. Der „Tag des Vaterlandsverteidigers“ ist natürlich arbeitsfrei und hat in Russland Tradition. Ebenso wie prunkvolle Paraden und rote Fahnen, die einst an diesem Tag überall in Russland wehten. Von Traditionen lässt man sich gewöhnlich nicht so leicht abbringen, und so veranstalten viele Organisationen und Parteien die altgewohnten Aufmärsche durch Moskau.
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Um 9.00 Uhr geht es los am Twerskaja-Platz, wo sich die Offiziersunion zusammen mit anderen Verbänden und Veteranengruppen versammelt. Nach dem Meeting ziehen die Herren Armeeangehörigen von der Twerskaja über Ochotnyj Rjad und Teatralnyj Projesd hin zum Lubjanka-Platz, wo sie ein zweites Mal von 11.00 Uhr bis 11.30 Uhr patriotische Reden halten wollen.
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Parallel beginnt um 11.00 Uhr am Triumfalnaja-Platz ein Marsch als Zeichen der Unterstützung für die Armee. Organisator ist die KPRF – die kommunistische Partei Russlands. Ihre Route verläuft ebenfalls von der Twerskaja bis zur Lubjanka, wo sie ab 15.00 Uhr ihre Meinung kundtun will. Bisher sollen sich 20.000 Freiwillige für den roten Zug angemeldet haben.
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Die Liberalen unter der Führung von Wladimir Wolfowitsch Schirinowskij wollen ebenfalls öffentliche Präsenz zeigen und versammeln sich um 12.00 Uhr am Triumfalnaja-Platz, von wo aus kollektiv zum Puschkinskaja-Platz marschiert werden soll.
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Wie viele Angehörige der liberalen LDPR durch die Moskauer Innenstadt ziehen wollen, ist bisher unbekannt. Im Studentenforum wird allerdings um Teilnehmer geworben: 200 Rubel (rund 6 Euro) sollen das Frieren schmackhafter machen. Und wer bis zum Schluss bleibt, den will der spendable Wladimir Wolfowitsch nicht vergessen – 1000 Rubel (30 Euro) soll der rechts angehauchte Liberalen-Führer jedem Standfesten zahlen.
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Nur die Moskauer Autofahrer kriegen nichts. Außer einer für die Veranstaltungsdauer gesperrten Innenstadt. (ali/.rufo)
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