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| Stochern im Nebel: Der Waldbrand-Smog lähmt die Moskauer Flughäfen (Foto: ld/.rufo) | |
Montag, 09.08.2010
Flugausfälle: Moskauer Flughäfen versinken im Rauch
Moskau. Tausende Passagiere mussten die Nacht auf dem Flughafen verbringen. Dutzende Flüge wurden wegen des Smogs in Wnukowo und Domodedowo gestrichen. Auch in den nächsten Tagen ist noch mit Behinderungen zu rechnen.
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Allein in Domodedowo mussten in der Nacht zum Sonntag rund 2.000 Fluggäste übernachten. Die Abflüge am Abend waren gestrichen worden oder wurden immer wieder verschoben. „16 Stunden lang werden die Passagiere in einem verqualmten Raum gehalten, wo es keine Klimaanlagen und Sitzgelegenheiten gibt. Alle liegen auf dem Boden und der Abflug wird jedes Mal um eine Stunde verschoben“, beschwert sich ein Blogger über die Zustände.
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Domodedowo ist dem Feuer am nächsten Der Flughafen Domodedowo ist am stärksten von den Torfbränden im Moskauer Gebiet betroffen, da er im Südosten der Hauptstadt liegt und damit den Brandherden am nächsten ist.
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Die Sicht sinkt nach Angaben eines Flughafensprechers zeitweise auf 200 Meter. Geflogen werden kann nur in relativ kurzen Zeitfenstern, wenn der Wind den Qualm-Vorhang nicht direkt über die Rollbahn schiebt und die Sicht für Start und Landung ausreichend ist.
Flüge in alle Richtungen gestrichen Gestrichen wurden u.a. Flüge innerhalb der GUS (Bischkek, Astana, Almaty), aber auch in den beliebten ägyptischen Urlaubsort Sharm-El-Sheikh und in zahlreiche europäische Kurorte, wie Rimini, Ibiza oder Podgorice.
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In Wnukowo gab es am Wochenende ebenfalls zahlreiche Ausfälle. Auch am Montagmorgen werden schon wieder Verspätungen gemeldet. Einzig der im Nordosten Moskaus liegende Flughafen Scheremetjewo arbeitet einigermaßen störungsfrei.
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Abflug von einem anderen Airport nicht möglich Doch Domodedowo und Wnukowo weigern sich, dorthin Flüge auszulagern oder Passagieren das Flugticket zurückzuerstatten. „Wir werden wie Geiseln gehalten“, klagt der Blogger ulisija. Selbst Übernachtungsmöglichkeiten im Hotel oder eine angemessene Verpflegung werden den Fluggästen nicht gestellt.
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Passagiere fallen in Ohnmacht Verschärft wird die Lage durch den Ausfall der Klimaanlagen im Flughafen Domodedowo. Einige Passagiere brauchten nach der stundenlangen Warterei in Hitze und Qualm ärztliche Behandlung. Viele ältere Passagiere haben mit Herz-Kreislaufproblemen zu kämpfen, einige Fluggäste fielen in der Warteschlange in Ohnmacht.
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In Wnukowo musste eine junge Frau selbst den Notdienst anrufen, nachdem ihr dreijähriger Sohn einen allergischen Anfall bekam. Medizinisches Personal im Flughafen aufzutreiben, sei unmöglich gewesen, erklärte sie.
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Lage bleibt gespannt in den nächsten Tagen Viele Moskauer versuchen dem Smog durch eine Abreise aus der Stadt zu entfliehen. Doch in den nächsten Tagen bleibt die Fluglage weiterhin angespannt. Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu hat am Sonntagabend versprochen, „in den nächsten fünf, maximal sieben Tagen“ die Torffeuer im Moskauer Umland zu löschen.
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So lange werden die Moskauer Flughäfen mit Behinderungen leben müssen. Domodedowo und Wnukowo fliegen derzeit nur nach Wetterlage.
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