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| Russische Recken (Russkije Witjassy) in Suchoi SU-27 Kampffliegern (Foto: rosbalt.ru) | |
Dienstag, 18.08.2009
Flugshow-Absturz: fliegen ohne Versicherung u Fallschirm
Moskau. Nach dem Absturz zweier Kampfjets beim Training für eine Flugschau sollen Bürger für ihren Schaden selbst aufkommen. Die Versicherung zahlt nicht - und der Chef der Kunstflugstaffel flog vermutlich ohne Fallschirm.
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Der stellvertretende Verwaltungschef des Bezirks Ramenskoje bei Moskau, in dem die Flugzeuge abstürzten, soll den geschädigten Bürgern geraten haben, ihre Grundstücke auf eigene Kosten selbst von den Trümmern zu räumen, das berichten empörte Betroffene in der Zeitung "Kommersant".
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Von einem der beiden SU-27 Kampfjets waren acht Häuser zum Teil schwer beschädigt oder zerstört worden. Fünf Menschen wurden verletzt. Eine Frau, auf deren Haus ein Jet stürzte, wurde von dem brennenden Treibstoff erfasst. Sie liegt mit 60% Verbrennungen auf der Intensivstation.
Für Schadensersatzzahlungen könnte das Verteidigungsministerium oder die Verwaltung des Gebietes Moskau zuständig sein, Klarheit gibt es aber nicht.
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Absturz war im Versicherungsvertrag nicht vorgesehen Jedenfalls lehnt die Versicherungsgesellschaft "Avikos", die den Moskauer Avia- und Kosmos-Salon MAKS-2009 versichert, Übernahme des Schadens schon mal ab. Ein Schadensfall wie der Absturz der beiden Kunstflugjets sei in dem Versicherungsvertrag nicht vorgesehen, erklärt die Firma.
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Die Betroffenen Wochenendhausbesitzer weigern sich denn auch, so berichtet "Kommersant", die gefundenen Flugzeugtrümmer an Vertreter des Verteidigungsministeriums zu überreichen, weil sie befürchten, später keine Beweismittel für die Katastrophe mehr zur Hand zu haben.
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Nach Augenzeugenberichten scheint mittlerweile klar zu sein, dass die beiden Flugzeuge wegen eines Pilotenfehlers (oder technischen Versagens) in der Luft zusammenstiessen.
Wer nicht versichert ist, braucht auch keinen Fallschirm Der Chef der in Russland berühmten Kunstflugstaffel "Russkije Witjasy" (Russische Recken), Igor Tkatschenko konnte sich zwar noch aus seinem abstürzenden Flieger herauskatapultieren - stürzte dann aber wohl ohne Fallschirm aus etwa 300 Meter Höhe zu Boden.
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Anfänglich hiess es, sein Fallschirm sei in der Luft verbrannt, einer der Dorfbewohner, der den Piloten als erster gefunden hatte, berichtet allerdings, er habe keinen Fallschirm und auch keine Reste eines Schleudersitzes gesehen. Auch habe es keine Gurtreste oder ähnliches am Körper des Piloten gegeben.
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Der Moskauer Avia- und Kosmos-Salon MAKS-2009 soll trotz des Unfalls heute ohne wesentliche Programm-veränderungen eröffnet werden. Zwei Kunstflugstaffeln werden auch auftreten, nur die "Russkije Witjasy" bleiben am Boden.
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