Dienstag, 30.11.2010

Frost: Sehr russischer Winter in Moskau und Umgebung

Winter auf russische Art: In Moskau wird es eisig, in St. Petersburg (im Bild) wird es weiter schneien (Foto: ld/.rufo)
Moskau. Der 1. Dezember gilt in Russland als der meteorologische Winteranfang – und das lässt sich der Winter dieses Jahr nicht zweimal sagen: Es wird eiskalt.
Heute gingen die bisher eher ungewöhnlich milden Temperaturen in der russischen Hauptstadt rasant in den Keller: 17 Grad Frost waren es schon am Abend, in der Nacht sollen minus 20 Grad erreicht werden.

So kalt soll es dann auch in den nächsten beiden Nächten werden. Tagsüber herrscht dann Bilderbuchwinter in der Moskauer Gegend: Frost zwischen 15 und 20 Grad sind auch tagsüber angesagt – aber bei strahlendem Sonnenschein und nur leichtem Wind.

Wintereinstand gleich richtig heftig


Im Umland der Hauptstadt kann es sogar "sibirisch kalt" werden: Bis zu 28 Grad Kälte halten die Meteorologen dort in den nächsten Nächten für möglich. Erst am Samstag ist mit einer kurzfristigen Erwärmung auf Temperaturen knapp an der Nullgrad-Grenze zu rechnen – dafür aber auch mit Schneegestöber.

Die Beamten der Moskauer Miliz wurden wegen der beginnenden Kältewelle ausdrücklich aufgefordert, auf alleine im Freien herumsitzende Menschen, Obdachlose, Straßenkinder und Betrunkene zu achten und diese Menschen vor der Kälte zu retten.

Viel Schnee in Petersburg, Spätsommer in Sotschi


In St. Petersburg werden in den nächsten Tagen weniger extreme Temperaturen erwartet: Es soll zwischen 7 und 14 Grad Kälte haben. Dafür wird aber die schon recht ansehnliche Schneedecke noch weiter wachsen.

Die Temperatur-Differenzen über dem europäischen Russland sind gegenwärtig gewaltig: Während heute Nacht im nordrussischen Gebiet Wologda minus 37 Grad gemessen wurden, meldete Sotschi (und damit der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014) am Montag noch mediterrane 22 Grad plus!