Freitag, 07.07.2006

Fussball: WM-Finale auf Großbildschirmen in Moskau

Nicht nur das Ergebnis, das ganze Finale soll auf einigen Moskauer Riesen-TVs gezeigt werden (Foto: cj/rufo)
Moskau. Das Endspiel der Fussball-WM wird auf Großbildschirmen im Zentrum der Hauptstadt gezeigt. In der Finalnacht von Sonntag auf Montag fährt die Moskauer Metro eine Stunde länger um die Fans nach Hause zu bringen.
Moskau hat ein Herz für Fußballfans: Das Finale der Weltmeisterschaft 2006 zwischen Frankreich und Italien wird auf den zentralen Plätzen und Straßen der russischen Hauptstadt auf Großbildschirmen übertragen. Anstoß ist am Sonntag, den 9. Juli, um 22.00 Uhr Moskauer Zeit.

Die riesigen Mattscheiben, auf denen sonst Werbespots laufen, sind in Zentrum weithin sichtbar auf Gebäuden und auf gut fünf Meter hohen Stahlmasten montiert. Gezeigt wird das Finale unter anderem auf folgenden Plätzen und Straßen: Prospekt Mira (Metro Prospekt Mira), Nowy Arbat (Metro Arbatskaja, Smolenskaja), Maneschnaja Ploschtschad (Metro Ochotny Rjad, Teatralnaja, Ploschtschad Rewoljuzii), Puschkinskaja Ploschtschad (Metro Puschkinskaja, Twerskaja, Tschechowskaja), Teatralnaja Ploschtschad (Metro Teatralnaja) und Twerskaja Sastawa (Metro Belorusskaja).

Polizei passt besser auf, Metro fährt länger


Durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen will die Stadt verhindern, dass es erneut zu Ausschreitungen wie bei der Weltmeisterschaft vor vier Jahren kommt. Damals hatte die russische Nationalmannschaft gegen Japan verloren. In der Innenstadt kam es daraufhin zu Randale und Massenschlägereien, bei denen 30 Menschen verletzt und ein 17-Jähriger getötet wurden. Doch das Wiederholungsrisiko dürfte schon deshalb gering sein, weil sich die russische Nationalmannschaft in diesem Jahr erst gar nicht für die WM qualifizierte.

Auch die Heimfahrt der Fans haben die Verantwortlichen der Stadtverwaltung organisiert: In der Finalnacht von Sonntag auf Montag fährt die Moskauer Metro eine Stunde länger, nämlich bis zwei Uhr. Eine mögliche Spielverlängerung oder auch ein Elfmeterschießen können sich die Fans also in Ruhe ansehen. Und da das Auto zuhause bleibt, sind sogar ein, zwei Bierchen drin. (cj/.rufo)