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| Der Verkehrsfluss in Moskau ist gewaltig, die Autofahrer missachten dabei oft Fußgänger und ihre Rechte im Straßenverkehr (Foto: Ballin/.rufo) | |
Donnerstag, 17.11.2011
Fußgängerüberweg: Moskaus tödliche Zebrastreifen
Moskau. Sicherheit beim Überqueren der Straße soll er geben; der Zebrastreifen. Doch in Moskau ist diese Sicherheit trügerisch. Seit Jahresbeginn wurden rund 1.000 Menschen eben hier angefahren; mit oft fatalen Folgen.
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Laut Statistik der Moskauer Verkehrspolizei gab es in den ersten neun Monaten 63 Todesfälle am Zebrastreifen, 829 Menschen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
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Kaum ein Autofahrer bremst Vorsicht ist am Überweg in Moskau auf jeden Fall geboten. Laut Straßenverkehrsordnung müssen Autofahrer vor dem Zebrastreifen bremsen, doch nur die wenigsten halten sich an diese Regel, obwohl seit Jahresbeginn dafür höhere Strafen kassiert werden.
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Und selbst wenn ein Fahrer hält, bedeutet das nicht, dass der Fußgänger die Straße gefahrlos überqueren kann. Denn oft lauern hinter dem Bremser andere Fahrer, die am Zebrastreifen überholen. Und mitunter reicht der Blick nach links nicht aus, wenn man die Straße betritt.
Auf der Gegenfahrbahn über den Zebrastreifen So wurde Ende Oktober ein Arbeiter im Süden der Stadt am Zebrastreifen Opfer eines Rasers. Der Fahrer eines Kia raste mit so hoher Geschwindigkeit, dass das Opfer durch den Aufprall buchstäblich zerfetzt wurde. Erschwerend kommt hinzu, dass das Auto auf der Gegenfahrbahn unterwegs war. Der Unfallverursacher, der zudem ohne Fahrerlaubnis unterwegs war, erklärte die Eile damit, dass er zu seiner Tochter wollte, um sie ins Krankenhaus zu bringen.
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Der Vorsitzende des Automobilverbands „Awtomobilisty Rossii“ Viktor Pochmelkin fordert, Autofahrer und Fußgänger so weit es geht voneinander zu trennen. Unter- und Überführungen sollen dabei helfen, die Zahl der Unfälle zu vermeiden. Doch gerade in Moskau sind die meisten von ihnen für viele Bürger, speziell für Behinderte, nicht zu benutzen.
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Zudem ist die Ausrüstung eines Zebrastreifens deutlich billiger. In der Vergangenheit wurden allerdings Bremsschwellen an Fußgängerüberwegen meist erst nach tödlichen Verkehrsunfällen angebracht.
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